Modul A – „3 Tage Intensiv E-Learning zur Praxisanleitung"

Das Fundament professioneller Praxisanleitung

Enthält Tag 1, Tag 2 und Tag 3 · 3 × 8 Unterrichtseinheiten · inkl. Cognitive Apprenticeship (CAS) · zertifiziert nach PflBG/PflAPrV · 296,31 € statt 492,66 €


Worum es in diesem Modul geht

Modul A ist das Fundament der gesamten Reihe – und der meistgekaufte Einstieg. Es legt die Basis, auf der alle weiteren Module aufbauen: Haltung und Selbstverständnis (Tag 1), didaktisch durchdachte Anleitungsprozesse (Tag 2) und der professionelle Umgang mit Zeitdruck im Stationsalltag (Tag 3).
Was viele Teilnehmende überrascht: Gerade diese „Grundlagen" gehen oft tiefer, als sie es aus ihrer eigenen Praxisanleiter-Weiterbildung kennen. Genau das macht Modul A so wertvoll – es schließt Lücken, die im Berufsalltag sonst dem Zufall überlassen bleiben. Denn Praxisanleitung beginnt nicht mit Methoden, sondern mit Haltung und Struktur.



Tag 1 – Grundlagen & Selbstverständnis

Praxisanleitung beginnt nicht mit Methoden. Sie beginnt mit Haltung.
Viele Praxisanleitende starten engagiert – doch im Alltag wird Anleitung schnell situativ: Eintrittsgespräche laufen „irgendwie", Onboarding ist personenabhängig, Beziehungsgestaltung bleibt dem Bauchgefühl überlassen. Tag 1 schafft Klarheit und Struktur und verbindet zwei Bereiche: das professionelle Selbstverständnis und die Cognitive Apprenticeship (CAS, kognitive Berufslehre) – das Modell, das Denkprozesse sichtbar macht und Lernende Schritt für Schritt in selbstständiges Handeln führt.
Es ist der umfangreichste Tag der Reihe (etwas mehr als 8 UE). Nach diesem Tag können Sie strukturierte Eintrittsgespräche führen, Ihre eigene Rolle reflektieren, Bezugskontakt und Vertrauen bewusst gestalten, Lernprozesse mit CAS strukturieren, Lernziele kompetenzorientiert (Wissen, Fertigkeit, Haltung) formulieren und individuelle Werte gemäß Inselmodell integrieren. Kurz: Sie arbeiten nicht mehr situativ, sondern strukturiert.



Tag 2 – Anleitungsdidaktik und Anleitungsprozess

Kompetenzorientiert anleiten. Strukturiert begleiten. Wirkungsvoll ausbilden.
Viele Praxisanleitende wissen fachlich genau, was sie vermitteln wollen. Die entscheidende Frage ist: Wie gelingt Anleitung so, dass Lernende wirklich Kompetenz entwickeln – und nicht nur Handlungsschritte imitieren? Zwischen „Zusehen – Mitmachen – Abhaken" und echter Kompetenzentwicklung liegen Welten. Mit echten Anleitungsfilmen und dem Fallbeispiel „Studierende Catia".
Nach diesem Tag können Sie Anleitungsprozesse über Vor-, Durchführungs- und Nachgespräch sicher gestalten, Lernziele nach PISMART-Kriterien formulieren, mentales Training und nicht-teilnehmende Beobachtung als Lernchancen nutzen, Flipped Learning und das Kaizen-Prinzip einsetzen, rechtssicher dokumentieren und den „dritten Lernort" sinnvoll einbinden. Sie erhalten keine Methodenliste, sondern ein didaktisches Verständnis von Anleitung – inklusive der Einsicht, wann kluges Beobachten mehr bewirkt als Vormachen.



Tag 3 – Anleitung bei wenig Zeit

Die Frage ist nicht: Haben wir Zeit? Sondern: Wie nutzen wir sie professionell?
„Wir haben keine Zeit für Anleitung" – diesen Satz hören Praxisanleitende fast täglich, während der Ausbildungsauftrag bestehen bleibt. Tag 3 ist einer der Spitzenreiter im Flextarif, weil er realistisch ist: echte Filmausschnitte aus der Berufspraxis statt didaktischem Ideallabor. Mit einer dialogisch-kritischen Fachunterhaltung mit Prof. Dr. habil. Karl-Heinz Sahmel.
Nach diesem Tag können Sie Anleitung mit quantitativen und qualitativen Checklisten effizient strukturieren, Lernende über Impulslernen und ABC-Listen zu „Lernmotoren" aktivieren, Gamification und KI-Tools reflektiert einsetzen, didaktisch durchdachte Wochenthemen entwickeln und selbstorganisiertes Lernen ermöglichen, ohne zu „überlehren". Sie gewinnen das Entscheidende zurück: didaktische Souveränität – auch unter Personaldruck.



Ihr Nutzen als Einzelperson

Sie gewinnen Sicherheit im Auftreten, Struktur in der Anleitung und Klarheit über Ihre Rolle – und spürbare Entlastung, weil systematisches Vorgehen das ständige Improvisieren ersetzt. Gerade Einsteigende in die Praxisanleitung erhalten hier das Fundament, das sie sicher und souverän macht.


Ihr Nutzen als Einrichtung

Standardisierte Einarbeitungsqualität, nachvollziehbare Kompetenzentwicklung gemäß Pflegeberufegesetz, ein einheitliches methodisches Niveau Ihrer Praxisanleitenden und gesicherte Anleitungsqualität auch unter Arbeitsverdichtung – ein direkter Beitrag zu Ausbildungsqualität und Mitarbeitendenbindung.


Für wen Modul A besonders relevant ist

Neue und erfahrene Praxisanleitende in Klinik, Altenhilfe und ambulanter Pflege, Stations- und Pflegedienstleitungen, Führungskräfte mit Einarbeitungsverantwortung sowie Einrichtungen, die ihre Praxisanleitung systematisch professionalisieren möchten. Modul A ist der empfohlene Einstieg in die gesamte Reihe.


Rechtlicher Bezug

Die Inhalte entsprechen den berufspädagogischen Anforderungen der Pflichtfortbildung für Praxisanleitende gemäß Pflegeberufegesetz und Ausbildungs- und Prüfungsverordnung. Nach erfolgreichem Abschluss jedes Tages erhalten Sie ein Zertifikat über 8 Unterrichtseinheiten. Die Fortbildung ist bei der Registrierung beruflich Pflegender (RbP, Anerkennungsnummer 20200606) registriert und wird je Tag mit 8 Fortbildungspunkten bewertet. Für Teilnehmende aus Österreich werden je Tag 16 ÖGKV PFP® gemäß GuKG angerechnet.


Ein Satz zum Schluss

Methoden kann man lernen, Modelle erklären – aber professionelle Haltung entsteht durch bewusste Reflexion. Modul A ist kein Schnellkurs. Es ist das Fundament. Und ohne Fundament steht kein Haus.