Tag 10
Sprachsensible Lernbegleitung – Deutschlernen im Pflegealltag professionell begleiten
Sprache ist kein Nebenthema. Sprache ist Patientensicherheit.
International Educated Nurses, Auszubildende mit Deutsch als Zweitsprache und mehrsprachige Teams sind längst Realität in allen Einrichtungen.
Doch Sprachkompetenz entwickelt sich nicht durch „Sprachbad allein“.
Praxisanleitende und Führungskräfte stehen vor einer anspruchsvollen Aufgabe:
  • Wie begleite ich Menschen, die fachlich kompetent sind, aber sprachlich noch ringen?
  • Wie sichere ich Qualität, ohne zu überfordern?
  • Wie verhindere ich Missverständnisse mit juristischen Folgen?
  • Und wie fördere ich Selbstwirksamkeit statt Frustration?
Tag 10 gibt Ihnen dafür ein klares, praxisnahes Handwerkszeug.

Besonderheit dieses Fortbildungstages
  • 10 eigens produzierte Pencasts zur Physiologie und Didaktik des Sprachenlernens
  • Analyse realer Anleitungssituationen (u. a. „Dialekttraining“)
  • Verständliche Expertinnen-Beiträge von
    • Prof. Dr. Michael Bossle
    • Pflegepädagogin B.A. Elisabeth Bauermann
    • M.Sc. Sabrina Sayk
  • umfangreiche Arbeitsmaterialien und Downloadvorlagen

Was Sie nach Tag 10 konkret können
Nach erfolgreicher Teilnahme können Sie:
Sprachlernprozesse professionell einschätzen
  • die Unterschiede zwischen Sprachlevel A, B und C im Pflegekontext analysieren
  • erkennen, wann Lernende auswendig gelernt haben – und wann sie wirklich verstanden haben
  • sprachliche Stolperfallen im Berufsalltag identifizieren
Sprachsensibel anleiten
  • sprachliches Scaffolding gezielt einsetzen
  • Verstehensinseln und Redemittel systematisch entwickeln
  • sprachlich vereinfachte, aber fachlich korrekte Handouts erstellen
  • Übergaben, Dokumentation und Telefonate als Lerngelegenheiten strukturieren
Patientensicherheit stärken
  • juristische Anforderungen bei Aufklärung nicht deutschsprachiger Patientinnen berücksichtigen
  • Dolmetschsettings einschätzen (Laien-, Telefon-, Videodolmetscher)
  • Risiken durch mangelnde Sprachkompetenz professionell adressieren
Motivation und Selbstwirksamkeit fördern
  • eine konstruktive Fehlerkultur etablieren
  • Lernende wertschätzend begleiten – auch bei Frustration
  • Mehrsprachigkeit als Ressource im Team nutzbar machen
Sprachlernen neurophysiologisch verstehen
  • die Rolle von Wernicke- und Broca-Areal im Spracherwerb erklären
  • verstehen, warum Sprachlernen kognitiv und körperlich anstrengend ist
  • Lernplateaus realistisch einordnen

Für wen ist dieser Tag besonders relevant?
  • Praxisanleitende in Akutklinik, Psychiatrie, ambulanten Diensten und Langzeitpflege
  • Führungskräfte mit internationalen Teams
  • Ausbildungsverantwortliche und Lehrende
  • Einrichtungen mit IEN-Rekrutierung
  • Träger, die Integrationsprogramme strukturiert aufbauen möchten

Ihr Nutzen als Einzelperson
Sie gewinnen:
  • Sicherheit im Umgang mit sprachlichen Unsicherheiten
  • konkrete Gesprächsformeln für den Pflegealltag
  • Entlastung durch strukturierte Anleitung
  • mehr Gelassenheit im Umgang mit Dialekten und Missverständnissen
  • Klarheit darüber, wo Sprache endet – und Haltung beginnt

Ihr Nutzen als Einrichtung
  • höhere Patientensicherheit
  • geringere Kommunikationsfehler
  • stabilere Integrationsprozesse
  • bessere Vorbereitung auf Sprach- und Kenntnisprüfungen
  • strukturierte Einarbeitung internationaler Pflegefachpersonen
  • nachhaltige Mitarbeiterbindung

Rechtlicher Bezug
Die Inhalte dieses Fortbildungstages entsprechen den berufspädagogischen Anforderungen der Pflichtfortbildung für Praxisanleitende gemäß Pflegeberufegesetz und Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein Zertifikat über 8 Unterrichtseinheiten.
Die Fortbildung ist bei der Registrierung beruflich Pflegender (RbP, Anerkennungsnummer 20200606) registriert und wird mit 8 Fortbildungspunkten bewertet.
Für Teilnehmende aus Österreich werden 16 ÖGKV PFP® (Pflegefortbildungspunkte) gemäß GuKG angerechnet.

Ein Satz zum Schluss
Pflege ist ein Sprachberuf.
Wer spricht, pflegt bereits.
Tag 10 zeigt Ihnen, wie Sie Sprache nicht als Problem, sondern als professionelle Ressource gestalten.


Quellenangaben aller Text-, Bild- und Musikquellen und Lizenzen werden vollständig im Downloadbereich des Seminares aufgelistet.

Course plan

Quellennachweis
Bonus
Kapitel 01
Kapitel 02
Kapitel 03
Kapitel 04
Kapitel 05
Kapitel 06
Kapitel 07
Kapitel 08
Kapitel 09
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20