Tag 1 – Grundlagen & Selbstverständnis der Praxisanleitung
Das Fundament professioneller Anleitung

Praxisanleitung beginnt nicht mit Methoden.
Sie beginnt mit Haltung.
Viele Praxisanleitende starten engagiert – doch im Alltag wird Anleitung schnell situativ:
Eintrittsgespräche laufen „irgendwie“, Onboarding ist personenabhängig, und Beziehungsgestaltung bleibt dem Bauchgefühl überlassen.
Tag 1 schafft hier Klarheit.
Und Struktur.

Dieser Fortbildungstag bildet das didaktische Fundament der gesamten Reihe und verbindet zwei zentrale Bereiche:
  1. Grundlagen & professionelles Selbstverständnis
  2. Kognitive Berufslehre – Cognitive Apprenticeship (CAS)
Mit anderen Worten:
Sie reflektieren nicht nur, wie Sie anleiten – sondern warum.

Warum dieser Tag so wichtig ist
Praxisanleitende sind keine „Vormacherinnen“.
Sie sind Lernprozessbegleiterinnen.
Und Führungskräfte, die neue Mitarbeitende einarbeiten, stehen vor denselben Fragen:
  • Wie führe ich ein professionelles Eintrittsgespräch?
  • Wie baue ich Vertrauen auf?
  • Wie schaffe ich Struktur statt Zufall?
  • Wie formuliere ich Lernziele wirklich kompetenzorientiert?
Tag 1 gibt Ihnen Antworten – systematisch, fundiert und praxisnah.
Er ist anschlussfähig an die jährliche Pflichtfortbildung für Praxisanleitende sowie für Updates für Führungskräfte und unterstützt eine kompetenzorientierte Anleitung gemäß Pflegeberufegesetz.

Ihr konkreter Kompetenzgewinn
Nach Abschluss dieses Tages können Sie:
Professionelle Eintrittsgespräche führen
Sie planen und gestalten strukturierte Onboarding-Gespräche, die Orientierung geben und Sicherheit vermitteln.
Ihre professionelle Haltung reflektieren
Sie analysieren Ihre eigene Rolle als Praxisanleiterin oder Führungskraft und entwickeln eine stabile, reflektierte Haltung.
Beziehung bewusst gestalten
Sie fördern gezielt Bezugskontakt, bauen Vertrauen auf und erkennen, wie Beziehung Lernprozesse beeinflusst.
Lernprozesse strukturieren
Sie wenden das Modell der Cognitive Apprenticeship (CAS) an, machen Denkprozesse transparent und begleiten Lernende bzw. Mitarbeitende Schritt für Schritt in selbstständiges Handeln.
Lernziele kompetenzorientiert formulieren
Sie unterscheiden zwischen Wissen, Fertigkeit und Haltung – und formulieren Lernziele so, dass sie beobachtbar und überprüfbar sind.
Werte respektieren
Sie berücksichtigen individuelle Wertvorstellungen gemäß dem Inselmodell und integrieren diese professionell in die Anleitung.
Kurz gesagt:
Sie arbeiten nicht mehr situativ – sondern strukturiert.

Besonderheit dieses Moduls
Tag 1 ist der umfangreichste Tag der Reihe.
Er besteht aus zwei didaktisch aufeinander abgestimmten Lektionen und umfasst etwas mehr als 8 Unterrichtseinheiten. Viele Teilnehmende berichten, dass sie sich bewusst mehr Zeit genommen haben – weil Reflexion nicht im Schnelldurchlauf funktioniert.
Und genau darum geht es.

Für wen ist dieser Tag geeignet?
  • Praxisanleitende in Klinik, Altenhilfe und ambulanter Pflege
  • Stationsleitungen
  • Pflegedienstleitungen
  • Führungskräfte mit Einarbeitungsverantwortung
  • Einrichtungen, die ihre Praxisanleitung systematisch professionalisieren möchten

Ihr Nutzen auf einen Blick
Als Einzelperson gewinnen Sie:
  • Sicherheit im Auftreten
  • Struktur in der Anleitung
  • Klarheit über Ihre Rolle
  • Entlastung durch systematisches Vorgehen
Als Einrichtung gewinnen Sie:
  • standardisierte Einarbeitungsqualität
  • nachvollziehbare Kompetenzentwicklung
  • anschlussfähige Pflichtfortbildung
  • nachhaltige Mitarbeitendenbindung
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein Zertifikat über 8 Unterrichtseinheiten.
Die Fortbildung ist bei der Registrierung beruflich Pflegender (RbP, Anerkennungsnummer 20200606) registriert und wird mit 8 Fortbildungspunkten bewertet.
Für Teilnehmende aus Österreich werden 16 ÖGKV PFP® (Pflegefortbildungspunkte) gemäß GuKG angerechnet.

Ein Gedanke zum Schluss
Methoden kann man lernen.
Modelle kann man erklären.
Aber professionelle Haltung entsteht durch bewusste Reflexion.
Tag 1 ist kein Schnellkurs.
Er ist das Fundament.
Und ohne Fundament steht kein Haus.






Intro
Zur Person
Konzept und Ablauf der E-Learnings
Bonus
Quellennachweis/Lizenzen
Material
Lektion: Grundlagen und Selbstverständnis Kapitel 1
01 Spannungsfeld und Voraussetzungen
Kapitel 2
02 Professionelle Einstellung
Kapitel 3
03 Lernkultur
Kapitel 4
04 Stellenbeschreibung und Outcome
Kapitel 5
05 (Informelles) Lernen
Kapitel 6
06 Kompetenz
Kapitel 7
07 Leistungsspektrum der PAL
Kapitel 8
08 Benner Modell
Kapitel 9
09 Arbeitsplatzvorbereitungen und Organisation
Kapitel 10
10 Geplante prozessorientierte Ausbildung
Kapitel 11
11 Eintrittsgespräch
Kapitel 12
12 Inseln, Adler, Frösche
Kapitel 13
13 Kommunikationsmodell
Kapitel 14
14 Bezugskontakt
Kapitel 15
15 Praxisbeispiele Bezugskontakt
16 Anleitungsdokumentation
Kapitel 16

Lektion Kognitive Berufslehre 1-6
Quellen und Lizenzen
01 Cognitive Apprenticeship
02 Vorteile der kognitiven Berufslehre
03 Orientierung und Kognitive Lernziele
04 Taxonomie im Berufsalltag
05 Taxonomie Lösung und Quiz
06 Taxonomie zeigt Outcome auf
Kognitive Berufslehre 7-12
07 Mit Kopf, Herz und Hand
08 Darstellungsvariationen
09 Dimension Soziale Einbindung
10 Dimension Zeitliche Sequenz
11 Dimension Inhalte und Strategien Teil I
12 Dimension Inhalte und Strategien Teil II
Kognitive Berufslehre 13-15
13 Dimension 6-Schritt-Methode
14 Praxis-Video zur Veranschaulichung der Kognitiven Berufslehre
15 Fazit und Lernaufgaben