Modul B – „3 Tage Intensiv E-Learning zur Praxisanleitung"

Profil schärfen, Generalistik meistern, Berufsstolz leben

Enthält Tag 4, Tag 5 und Tag 6 · 3 × 8 Unterrichtseinheiten · zertifiziert nach PflBG/PflAPrV · 296,31 € statt 492,66 €


Worum es in diesem Modul geht

Wer die Grundlagen der Praxisanleitung beherrscht, steht vor der nächsten Frage: Wie werde ich in meiner Rolle sichtbar, souverän und wirksam? Modul B beantwortet sie aus drei Richtungen – Positionierung der eigenen Rolle (Tag 4), professioneller Umgang mit der generalistischen Ausbildung (Tag 5) und Berufsstolz als Haltung und Ressource (Tag 6).
Der rote Faden: Praxisanleitung ist kein Nebenjob, sondern eine professionelle Rolle – die man bewusst gestalten, klar vertreten und mit Stolz ausfüllen darf. Modul B stärkt genau dieses Selbstverständnis, nach innen wie nach außen. Es baut idealerweise auf Modul A auf.


Tag 4 – Marketing für Praxisanleitende

Sichtbar werden. Wirkung entfalten. Ausbildungsqualität strategisch gestalten.
„Marketing? Wir sind doch keine Werbeagentur." – Genau das ist der Punkt. Praxisanleitende leisten täglich hochwertige pädagogische Arbeit, die oft unsichtbar bleibt. Marketing meint hier nicht Reklame, sondern Denken im Kopf des Lernenden, des Teams und der Einrichtung – gerade in Zeiten von Employer Branding, Nachwuchsmangel und steigenden Probezeitkündigungen.
Nach diesem Tag können Sie Ihr persönliches Alleinstellungsmerkmal und klare Kernbotschaften entwickeln, interne und externe „Kunden" der Praxisanleitung differenzieren, eigene „Produkte" und deren Qualität bewusst gestalten, Ihr Image über Embodiment und Elevator Pitch stärken, die Einzelkämpfer-Rolle vermeiden und sogar Ihre Vergütung (Zulage, Höhergruppierung) fundiert argumentieren. Die Leitfrage: Was könnte ich gestalten, statt mich zu ärgern?


Tag 5 – Generalistisch anleiten

Praxisanleitung im Zeitalter des Pflegeberufegesetzes professionell gestalten.
„Generalisten können nichts." – Diesen Satz hört man noch immer, und genau deshalb braucht es diesen Tag. Die generalistische Ausbildung ist keine Verwässerung, sondern eine universelle Ausbildung für einen universellen Bedarf. Sie macht Praxisanleitung nicht technischer, aber komplexer.
Mit Prof. Dr. habil. Karl-Heinz Sahmel (Pflegepädagogik) und MSc. Carsten Hermes (Fachkrankenpfleger, ANP). Mit echten Anleitungsfilmen und Ausschnitten aus dem Dokumentarfilm „Zu jeder Zeit".
Nach diesem Tag können Sie Ihre Rolle in der Generalistik definieren, Praxisanleitung von Praxisbegleitung abgrenzen, die Ganz-Teil-Ganz-Methode sicher anwenden, Reflexions- und Transferaufgaben (Feed-up, Feed-back, Feed-forward) entwickeln, mit heterogenen Lerngruppen professionell umgehen, die Spezifika verschiedener Versorgungsbereiche (Psychiatrie, ambulant, Kinderkrankenpflege, Intensiv) berücksichtigen und digitale Anleitungsunterstützung realistisch bewerten – inklusive der Frage, wann Technik sinnvoll ist und wann Beziehung wichtiger bleibt.


Tag 6 – Professionell agieren mit Berufsstolz

Haltung entwickeln. Identität stärken. Der Pflege eine Stimme geben.
Berufsstolz entsteht nicht zufällig – er ist trainierbar, reflektierbar und in Führung integrierbar. Dieser Tag übersetzt das Fachbuch „Berufsstolz in der Pflege" (3. Auflage, 376 Seiten) in konkrete Handlungsimpulse. Nicht als Arroganz, sondern als professionelle Selbstachtung.
Mit Beiträgen von Prof. Dr. Angelika Zegelin, Prof. Dr. Bettina Flaiz (pflegerische Identität), Sonja Schiff (magische Momente in der Altenpflege), MSc. Carsten Hermes (Intensivpflege) und Dipl.-Sozialpäd. Martina Schaar (Achtsamkeit).
Nach diesem Tag können Sie die drei Bestandteile von Berufsstolz differenzieren (kognitive Selbstüberzeugung, emotionale Selbstwirksamkeit, Embodiment), das „Wesen der Pflege" beschreiben, „magische Momente" per Storytelling sichtbar machen, Berufsstolz im Team implementieren und öffentlich souverän auftreten – von Elevator Pitch bis Lobbyarbeit.


Ihr Nutzen als Einzelperson

Sie gewinnen ein geschärftes Profil und mehr Sicherheit in Ihrer Rolle, das Handwerkszeug für die komplexer gewordene generalistische Anleitung – und eine stabilere Berufsidentität, die auch unter schwierigen Bedingungen trägt. Kurz: Sie wissen, was Sie leisten, und stehen dazu.


Ihr Nutzen als Einrichtung

Gut positionierte Praxisanleitung stärkt Ihr Employer Branding und reduziert Abbrüche und Probezeitkündigungen. Eine professionelle Umsetzung der Generalistik verzahnt Fachweiterbildung und Ausbildung und etabliert ein einheitliches Ausbildungsverständnis im Verbund. Und Berufsstolz wirkt direkt auf Mitarbeitendenbindung, Motivation und Versorgungsqualität – denn wer sich seiner Profession bewusst ist, arbeitet anders.

Für wen Modul B besonders relevant ist

Praxisanleitende, die ihre Rolle sichtbarer und souveräner ausfüllen wollen, Stations- und Teamleitungen, Lehrende und Ausbildungsverantwortliche sowie Einrichtungen, die Ausbildungsqualität strategisch positionieren und Berufsidentität im Team stärken möchten. Empfohlen wird vorab Modul A.


Rechtlicher Bezug

Die Inhalte entsprechen den berufspädagogischen Anforderungen der Pflichtfortbildung für Praxisanleitende gemäß Pflegeberufegesetz und Ausbildungs- und Prüfungsverordnung. Nach erfolgreichem Abschluss jedes Tages erhalten Sie ein Zertifikat über 8 Unterrichtseinheiten. Die Fortbildung ist bei der Registrierung beruflich Pflegender (RbP, Anerkennungsnummer 20200606) registriert und wird je Tag mit 8 Fortbildungspunkten bewertet. Für Teilnehmende aus Österreich werden je Tag 16 ÖGKV PFP® gemäß GuKG angerechnet.


Ein Satz zum Schluss

Praxisanleitung darf sichtbar sein, professionell auftreten und mit Stolz vertreten werden. Modul B gibt Ihnen das Selbstverständnis und die Werkzeuge dafür – nach innen wie nach außen.