Tag 13
Praxisanleitung & Führung weiterdenken
Rechtssicher. Wissenschaftlich fundiert. Zukunftsorientiert.
Praxisanleitung ist längst mehr als „gezielte Anleitung“.
Seit dem Pflegeberufegesetz 2020 stehen Praxisanleitende und Führungskräfte in einem Spannungsfeld zwischen:
  • Vorbehaltsaufgaben
  • Prüfungsrecht
  • Personalmangel
  • Rollenklarheit
  • Professionalisierung
  • Akademisierung
  • Onboarding-Verantwortung
Tag 13 bringt Ordnung in dieses Spannungsfeld.

Besonderheit dieses Fortbildungstages
8 Unterrichtseinheiten | 23 Kapitel
Kreative Quizformate + offene KI-gestützte Reflexionsfragen
Mit Impulsen von:
  • Prof. Dr. Christel Bienstein
  • Prof. Dr. Daniela Schlosser
  • Prof. Dr. Christa Olbrich
  • Prof. Dr. Astrid Herold-Majumdar
  • Prof. Dr. Frank Weidner
  • Rechtsanwalt Tobias Weimer
  • Zentrale Praxisanleiterin Saskia Olthuis
Hier treffen Pflegewissenschaft, Recht und Praxis aufeinander.

Worum es in Tag 13 wirklich geht
Praxisanleitung funktioniert nur dann, wenn:
  • Rollen klar sind
  • Ziele klar sind
  • rechtliche Grenzen klar sind
  • und Haltung klar ist
Dieser Tag hilft Ihnen, Ihre Rolle neu zu verorten.

Ihre Kompetenzentwicklung
Nach erfolgreicher Teilnahme können Sie:

🔹 1. Vorbehaltsaufgaben rechtssicher einordnen
  • die gesetzlichen Grundlagen des PflBG sicher benennen
  • Vorbehaltsaufgaben in Anleitungssituationen korrekt berücksichtigen
  • erkennen, wann Eingreifen erforderlich ist (Patientengefährdung)
  • Schutzpflichten der Einrichtung erläutern

🔹 2. Rollenklarheit professionell gestalten
Basierend auf den Forschungsergebnissen von Prof. Dr. Daniela Schlosser analysieren Sie:
  • Unterschiede zwischen stationsgebundenen und zentralen PAL
  • Rollendiffusität im Stationsalltag
  • Zielkonflikte zwischen Versorgung und Anleitung
Sie reflektieren Ihre eigene Rolle im Spannungsfeld zwischen Pflegeanspruch und Pflegewirklichkeit.

🔹 3. Pflegekompetenz differenziert verstehen
Mit dem Kompetenzmodell von Christa Olbrich arbeiten Sie an vier Ebenen:
  • regelgeleitetes Handeln
  • situativ-beurteilendes Handeln
  • reflektierendes Handeln
  • aktiv-ethisches Handeln
Sie übertragen diese Ebenen auf Anleitungssituationen.

🔹 4. Prüfungsrecht und Befangenheit sicher beurteilen
  • Anfechtungsgründe benennen
  • Befangenheit rechtlich einordnen
  • Kündigungs- und Sanktionsmöglichkeiten verstehen
  • Dokumentationspflichten berücksichtigen

🔹 5. Simulationslernen professionell einsetzen
Im SkillsLab analysieren Sie:
  • Chancen und Risiken von Simulation
  • Nebenwirkungen künstlicher Lernsituationen
  • Eingriffszeitpunkte bei Anleitung
  • ressourcenschonende Implementierungsmöglichkeiten
Sie wissen, wie Simulationslernen auch mit begrenzten Mitteln eingeführt werden kann.

🔹 6. Wissenschaftliche Orientierung stärken
Sie:
  • reflektieren die Entwicklung der PAL-Weiterbildung der letzten 50 Jahre
  • verstehen pflegewissenschaftliches Arbeiten als Fundament der Anleitung
  • analysieren evidenzbasierte Empfehlungen
  • entlarven verbreitete Hirnmythen

🔹 7. KI in Anleitung & Führung nutzen
Sie lernen:
  • KI als Recherche- und Strukturhilfe einzusetzen
  • Freitextaufgaben reflektiert zu analysieren
  • Lernfortschritte differenziert zu bewerten
  • KI-Ergebnisse kritisch zu validieren
Sie nutzen KI als Assistenz – nicht als Ersatz professioneller Urteilskraft.

Typische Praxisfragen dieses Tages
  • Wann greife ich in eine Anleitung ein – und wann nicht?
  • Wie verhindere ich „Theateranleitung“ auf der Hauptbühne?
  • Wie organisiere ich 10 % dokumentierte Anleitung realistisch?
  • Wie führe ich Onboarding seit PflBG 2020 professionell durch?
  • Wie bleibe ich im Personalmangel handlungsfähig?

Ihr Nutzen als Einzelperson
Sie gewinnen:
  • rechtliche Sicherheit
  • wissenschaftliche Orientierung
  • Rollenklarheit
  • strategische Führungsperspektive
  • Sicherheit im Umgang mit komplexen Anleitungssituationen

Ihr Nutzen als Einrichtung
  • rechtssichere Umsetzung der Vorbehaltsaufgaben
  • klare Rollenverteilung zwischen PAL, Team und Leitung
  • strukturierte Onboarding-Prozesse
  • Qualitätssteigerung im SkillsLab
  • Professionalisierung der Praxisanleitung als Organisationsstrategie

Rechtlicher Bezug
Die Inhalte dieses Fortbildungstages entsprechen den berufspädagogischen Anforderungen der Pflichtfortbildung für Praxisanleitende gemäß Pflegeberufegesetz sowie Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein Zertifikat über 8 Unterrichtseinheiten.
Die Fortbildung ist bei der Registrierung beruflich Pflegender (RbP, Anerkennungsnummer 20200606) registriert und wird mit 8 Fortbildungspunkten bewertet.
Für Teilnehmende aus Österreich werden 16 ÖGKV PFP® (Pflegefortbildungspunkte) gemäß GuKG angerechnet.

Ein Satz, der bleibt
Praxisanleitung ist kein Zusatzdienst.
Sie ist Zukunftssicherung.


Course plan

Quellennachweis
Bonus
Kapitel 01 Tag 13
Kapitel 02
Kapitel 03
Kapitel 04
Kapitel 05
Kapitel 06
Kapitel 07
Kapitel 08
Kapitel 09
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23