LUST

Vielleicht kennst du das: Lust ist etwas, das nur für einen bestimmten Moment reserviert zu sein scheint. Für "nicht jetzt aber viellicht später", für den Partner wenn er oder sie Lust hat, für einen bestimmten Anlass auf den du hinfieberst. Oder für diesen einen Zustand in dem endlich alles stimmt. Kennst du oder?

Vielleicht denkst du, es fehlt einfach an der nötigen Energie oder dem Feuer. Dabei ist es ein Nervensystem und somit eine Körperliche Struktur in dir, die gelernt hat, dass Wollen nicht sicher war, dass dich ganz Zeigen zu viel war. Erregung braucht Sicherheit, sonst liest der Körper die Ladung als etwas, das kontrolliert werden muss. Solange ein Rest Alarm mitläuft, bleibt der Zugang zu deiner Lebenslust zu. Deshalb hilft kein Sich-Zusammenreissen und kein Sich-Bemühen. Beides ist Anspannung, und Anspannung ist das Gegenteil dessen, was Lust braucht.

Lust ist kein Zustand, den du herstellst. Sie ist einer, den du zulässt, wenn genug Boden da ist.

Diese Movement-Meditation baut genau diesen Boden. Sie nimmt sich Zeit für Sicherheit und Gewicht, bevor überhaupt von Erregung die Rede ist. Von dort öffnen sich die Sinne, der Atem fällt ins Becken, Bewegung entsteht von selbst. Über zwanzig Minuten führt sie dich in einen Körper, der nichts leisten muss und trotzdem lebendig ist. Was du dabei findest, gehört dir, und du kannst jederzeit dahin zurück.



Erklärung & Disclaimer:

Schüttelmeditation ist Arbeit über den Körper, nicht über den Kopf. Durch rhythmisches Schütteln kommt in Bewegung, was im Nervensystem festsitzt: die Aktivierung, die keinen Ausgang gefunden hat, die Erstarrung, die nie gelöst wurde, die Ladung, die im Gewebe geblieben ist. Der Körper darf zu Ende bringen, was er in der Situation selbst nicht konnte. Jede dieser Meditationen führt dich durch ein bestimmtes Gefühl, und jede endet an einem anderen Ort als sie beginnt.

Die Aufnahmen dauern jeweils etwa zwanzig Minuten. Du brauchst nur einen Raum, in dem du ungestört bist, und Kopfhörer.

Ein ehrliches Wort dazu, für wen das gedacht ist. Diese Meditationen arbeiten mit echten Zuständen deines Nervensystems, mit Aktivierung, mit Sicherheit & Rückzug. Sie sind für Menschen, die grundsätzlich stabil durch ihren Alltag gehen und ihren Gefühlen näherkommen wollen. Wenn du gerade in einer akuten Krise steckst, unter einer unbehandelten Traumafolgestörung leidest oder dich innerlich ohne festen Boden fühlst, ist Schüttelarbeit zum Alleinhören nicht der richtige Einstieg. Such dir dann eine Begleitung, die neben dir sitzt. Diese Aufnahmen ersetzen keine Therapie.

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