8.Dezember - Tag der Anna und Beginn der Sperrnächte

DER 8.DEZEMBER

Am 8. Dezember – öffnen wir die Tür zu einer der stillsten, tiefsten und zugleich transformierendsten Zeiten des Jahres: den Sperr- oder Dunkelnächten.
 
Warum beginnt das Ganze am 8. Dezember?

 8. Dezember – Tag der Großen Mutter
Bevor der 8. Dezember im Christentum Maria und der Heiligen Anna zugeordnet wurde, galt dieser Tag in alten, vorchristlichen Traditionen als Tag der Großen Mutter – der Urmutter, Erdgöttin, Lebensspenderin.
Für Frauen bedeutete dieser Tag früher:
1. Ein Moment des Innehaltens in der tiefsten Dunkelheit
Die Große Mutter repräsentierte die Kraft des Schoßraumes:
Dunkel, tief, still, empfangend.
Der 8. Dezember war symbolisch ein „kosmischer Einatem“, an dem Frauen sich mit ihrem eigenen inneren Schoßraum verbunden haben – als Quelle von Intuition, Kreativität und zyklischer Weisheit.
 
2. Geburt aus der Dunkelheit – die heilige weibliche Schöpfungskraft
Man glaubte, dass die Erde an diesem Tag einen ersten Lichtfunkenempfängt, der später – zur Wintersonnwende – wiedergeboren wird.
Für Frauen war das ein Spiegel:
Ihr Körper, ihre Gebärmutter und ihre zyklische Natur wurden als Ausdruck dieses kosmischen Prozesses verstanden.
 
3. Ein Tag der Reinigung und Vorbereitung
Frauen nutzten diesen Tag, um:
Altes aus dem Jahr loszulassen
sich innerlich zu klären
den eigenen Körper zu ehren
das Haus energetisch und materiell zu reinigen
sich auf die heilige Zeit der Rauhnächte vorzubereiten
Es war ein Tag der rituellem Vorbereitung – sowohl im außen (Haus, Herd, Werkzeuge) als auch im innen (Herz, Körper, Seele).
 
4. Würdigung der weiblichen Linien
Die Große Mutter stand für alle Ahninnen.
Die Frauen haben an diesem Tag:
die weibliche Linie geehrt
Dank ausgesprochen
um Schutz und Führung gebeten
sich mit ihrer Herkunft verbunden
Der 8. Dezember galt als ein Fenster, durch das die Ahninnen besonders nah sind.
 
✨ Ein kleiner Tagesimpuls für heute
Nimm dir heute ein paar Minuten, um Januar – den ersten Monat des zu Ende gehenden Jahres – noch einmal innerlich zu besuchen und dich gleichzeitig mit der Energie der großen Mutter zu verbinden. 
 
Frag dich:
– Was hat dieser Monat mir gebracht?
– Was möchte ich würdigen?
– Was darf ich jetzt loslassen?
Zünde dir eine Kerze an, um den Monat symbolisch „abzuschließen“. Allein dieser kleine Moment schafft innerlich so viel Raum.