Wir alle tragen Bilder von uns selbst in uns. Da ist die Gute, die immer verständnisvoll sein muss. Der Starke, der niemals zusammenbrechen darf. Die Heilerin, die für alle eine Lösung finden soll. Die Angepasste, die niemanden enttäuschen möchte. Der Erfolgreiche, der seinen Wert immer wieder unter Beweis stellen muss.
Und in den verborgenen Räumen unseres Unterbewusstseins hängen auch Bilder von uns, die abbilden, wie wir auf keinen Fall sein wollen: der Egoistische, die Versagerin, die Bedürftige, der Böse oder gar die Hexe. Es sind UNZÄHLIGE!
All diese Selbstbilder sind aus Erfahrungen entstanden. Aus dem, was andere über uns gesagt haben. Aus Verletzungen, Erwartungen, Anerkennung und aus den Rollen, die wir irgendwann übernommen haben. Einige dieser Bilder hängen ganz unscheinbar an unseren inneren Wänden. Andere haben wir in riesige Goldrahmen gesetzt und zum Mittelpunkt unseres Lebens gemacht.
Ein Selbstbild zeigt niemals unser vollständiges Wesen. Es zeigt nur einen Ausschnitt dessen, was wir irgendwann über uns zu glauben begonnen haben. Und trotzdem versuchen wir oft ein Leben lang, diesem Bild zu entsprechen und an einer Rolle festzuhalten – aus der Angst heraus, ohne sie nicht mehr zu wissen, wer wir sind.
Sobald wir diesen prägenden Bereich in uns vollkommen wandeln und unsere WAHRHEIT endlich auch hier einziehen darf, öffnet sich ein weiter, lebendiger Raum, in dem wir uns selbst nicht mehr nur auf eine Eigenschaft, eine Rolle oder eine Geschichte reduzieren.
Wir müssen nicht länger sein, wer wir einmal waren oder glaubten, sein zu müssen. Wir dürfen uns in jedem Augenblick neu erfahren und entdecken, was durch uns lebendig werden möchte.
Diese Zauberstunde ist eine Einladung, das Museum deiner Identitäten zu betreten und den unendlichen Raum wiederzuentdecken, der du jenseits aller Bilder immer gewesen bist.