ADHS-Kurs für Lehrkräfte


Abenteuer-Defizit-Syndrom
Medizinisch fundierte Fortbildung für Schule und Unterricht

Kinder und Jugendliche mit ADHS fordern den Schulalltag heraus. Gleichzeitig besteht große Unsicherheit darüber, was ADHS medizinisch bedeutet, wo pädagogische Möglichkeiten liegen und wo klare Grenzen sind.

Dieser Onlinekurs richtet sich ausschließlich an Lehrkräfte und pädagogisch ausgebildete Fachpersonen und vermittelt ein medizinisch fundiertes, neurobiologisch begründetes und schulpraktisch übersetztes Verständnis von ADHS.

Worum es in diesem Kurs geht

ADHS ist keine reine Frage von Erziehung, Motivation oder Willenskraft. Es handelt sich um eine neurologische Entwicklungsbesonderheit, die Aufmerksamkeit, Impulssteuerung, Emotionsregulation und Stressverarbeitung betrifft.

Der Kurs vermittelt:
  • eine klare medizinische Einordnung von ADHS
  • eine Abgrenzung zu emotionaler Unreife, schädlichem Medienkonsum, Vernachlässigung und Wohlstandsphänomenen
  • ein Verständnis der neurobiologischen Grundlagen (Netzwerke, Botenstoffe, Stresssysteme)
  • die Bedeutung von Beziehung, Struktur und Selbstwirksamkeit im schulischen Kontext

Inhalte des Kurses


Modul 1 – Einführung und Erkennung

  • Erklärung und moderne Einordnung des ADHS
  • Häufigkeit, Verlauf und Prognose des ADHS
  • Kernsymptome und ihre Dynamik über die Entwicklung
  • Das Konzept des „Abenteuer-Defizit-Syndroms“
  • Schutzfaktoren und Risiken des ADHS

Modul 2 – Diagnostik im Schulkontext

  • Diagnosekriterien nach ICD und DSM
  • Begleitende Diagnosen und häufige Überschneidungen
  • Abgrenzung zu Autismus, sensorischen Besonderheiten, emotionaler Unreife, Medienabhängigkeit und Vernachlässigung
  • Schulrelevante Diagnoseverfahren und ihre Aussagekraft

Modul 3 – Individuelle Unterstützung

  • Pädagogische Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag
  • Therapeutische Optionen und deren Einordnung
  • Medizinische Optionen verständlich erklärt, ohne Therapieversprechen
  • Wirkmechanismen, Nutzen und Grenzen von Medikamenten
  • Bedeutung von Psychoedukation für Kinder und Bezugspersonen

Modul 4 – Gruppenarbeit und Management

  • ADHS in der Gruppe verstehen
  • Struktur als Schutz, nicht als Kontrolle
  • Stressmanagement und Deeskalation
  • Ko-Regulation statt Eskalation
  • Rollen, Aufgaben, Belohnungssysteme und Konfliktprävention

Für wen dieser Kurs geeignet ist

  • Lehrkräfte aller Schulformen
  • Klassenlehrer und Fachlehrer
  • Sonderpädagogen
  • Schulleitungen und Direktoren
Der Kurs ist nicht für Eltern oder private Interessierte vorgesehen, hier empfehle ich den ADHS-Elternkurs. Der Zugang erfolgt ausschließlich für Personen im schulischen Kontext.


Ihr Referent

Dr. med. Felix Petersen
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin & Weiterbildung Kinder- und Jugendpsychiatrie
Eine genaue Beschreibung meiner Person finden Sie hier.

Der Kurs basiert auf:
  • medizinischen Leitlinien
  • neurobiologischer Forschung
  • klinischer Erfahrung
  • langjähriger Zusammenarbeit mit Schulen

Format

  • Onlinekurs mit strukturierten Videolektionen
  • jederzeit abrufbar
  • praxisnah, fundiert und ohne Überfrachtung

Pädagogische Tage und Präsenzveranstaltungen


Für Schulen in der deutschsprachigen Schweiz sowie in Südwestdeutschland besteht die Möglichkeit, ausgewählte Inhalte dieses Kurses im Rahmen von pädagogischen Tagen oder internen Fortbildungen als Präsenzveranstaltung umzusetzen.
Schwerpunkte, Umfang und inhaltliche Vertiefung können dabei individuell abgestimmt werden.

Bei Interesse an einer solchen Veranstaltung bitten wir um Kontaktaufnahme unter
akademie@dr-petersen.de

Bonus-Material: Selbstreflexion und professionelle Selbstfürsorge

Der ADHS-Kurs für Lehrkräfte wird durch ein optionales Bonus-Modul ergänzt. Dieses richtet sich an Lehrpersonen, die ihren eigenen Umgang mit Belastung, Energie und innerer Haltung reflektieren möchten.
Der Fokus liegt nicht auf Diagnostik oder Therapie, sondern auf achtsamer Selbstbeobachtung, professioneller Rollenklärung und nachhaltiger Arbeitsfähigkeit im schulischen Alltag.

Inhalte des Bonus-Materials

  • Grundlagen von Stress- und Energiemanagement im schulischen Kontext
  • Reflexion eigener Bedürfnisse, Grenzen und Antreiber
  • Einordnung von Erschöpfung, Überforderung und innerem Druck ohne Pathologisierung
  • Journaling-Impulse zur strukturierten Selbstreflexion
  • Modelle aus der Emotions- und Schematherapie zur besseren Selbstwahrnehmung
  • Anregungen zur mentalen Regeneration und Balance im Berufsalltag
Die Inhalte dienen der interkollegialen Information und persönlichen Standortbestimmung.

Wichtiger Hinweis

Dieses Bonus-Modul ersetzt keine psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung und verfolgt ausdrücklich keine diagnostischen oder therapeutischen Ziele.