Unsere Resilienz, unsere Selbstführung und unsere Beziehungen haben einen Ursprung – und der liegt ziemlich weit vorne in unserer Geschichte: bei unserer Mutter und unserem Vater.
Bevor jetzt jemand Schnappatmung bekommt: Nein, es geht NICHT darum, Mama und Papa für alles verantwortlich zu machen, was mit 36 noch nicht rundläuft. Im Gegenteil. Ich glaube, wir kommen irgendwann an einen Punkt, an dem wir aufhören dürfen, Schuld zu verteilen, und stattdessen verstehen können, was wir eigentlich gelernt haben. Denn unsere Eltern waren die ersten Menschen, an denen wir Beziehung erlebt haben. Dort haben wir nicht theoretisch gelernt, was Nähe, Sicherheit, Verlässlichkeit, Grenzen, Autonomie, Weiblichkeit oder Männlichkeit bedeuten.

Wir haben es erlebt. Und unser System hat daraus ziemlich früh seine eigenen Schlüsse gezogen. Vielleicht hast du gelernt, dass du funktionieren musst, damit es allen gut geht. Vielleicht warst du früh verantwortlich für Stimmungen, hast dich angepasst, vermittelt oder versucht, möglichst wenig zusätzliche Arbeit zu machen. Vielleicht hast du gelernt, dass Liebe bedeutet, sich zu kümmern, zu tragen und die eigenen Bedürfnisse irgendwo hintenanzustellen. Vielleicht war dein Vater körperlich da, aber emotional kaum erreichbar. Vielleicht hast du um Anerkennung gekämpft, Leistung gebracht oder bis heute diesen verdammten Wunsch in dir, von einem Mann endlich wirklich GESEHEN und gewählt zu werden. Vielleicht war alles ganz anders bei dir.
Genau deshalb finde ich Mutter- und Vaterwunde so spannend. Nicht als neues Etikett, das wir uns auf die Stirn kleben können, sondern als Möglichkeit zu erkennen: Was davon bin eigentlich wirklich ICH – und was mache ich seit 20, 30 oder 40 Jahren, weil es irgendwann eine verdammt gute Strategie war?

Und weil Geburtstagswoche ist, habe ich heute zwei meiner intensivsten Challenges zu einem Bundle zusammengepackt:
MUTTERWUNDE + VATERWUNDE.

Beide zusammen bekommst du für die nächsten
24 Stunden für insgesamt 22 €.

In MUTTERWUNDE – Die Last geht es genau um das, was wir insbesondere über unsere Beziehung zur Mutter gelernt und übernommen haben. Um Verantwortung, die vielleicht nie unsere war. Um Schuldgefühle, Anpassung, Grenzen, Wut und die Frage, wie viel Raum du dir heute überhaupt erlaubst, wenn du niemanden mehr emotional versorgen musst. Es geht nicht darum, deine Mutter abzuwerten oder eure komplette Geschichte auseinanderzunehmen. Es geht darum, die Last dort zu lassen, wo sie hingehört, und die eigene innere Mutter zu entwickeln: die Instanz in dir, die dich halten, schützen und versorgen kann.
Und dann hätten wir natürlich noch Papa. Und damit irgendwann ziemlich häufig: die Männer.

In THE MALE – Die Vaterwunde schauen wir auf unsere erste Erfahrung mit dem Männlichen. Was war da? Was hat gefehlt? Wo fehlten Schutz, Präsenz, Anerkennung oder Führung – und was davon versuchen wir möglicherweise noch heute zu kompensieren? Gerade in Beziehungen wird das spannend, weil wir manchmal glauben, wir würden ausschließlich auf den Mann reagieren, der gerade vor uns steht, während unser System im Hintergrund eine wesentlich ältere Rechnung aufmacht.
Der Mann soll uns sehen. Uns wählen. Uns Sicherheit geben. Uns halten. Uns bestätigen. Endlich bleiben. Und plötzlich bekommt irgendein völlig ahnungsloser Horst eine Aufgabe, für die er sich nie beworben hat. 😂
Dabei geht es nicht darum, nie wieder einen Mann zu brauchen oder zur emotional autarken Kampfmaschine zu werden. Ich finde Co-Regulation, Anlehnen und Getragenwerden heute wichtiger denn je. Der Unterschied liegt für mich inzwischen an einer anderen Stelle: Ich möchte gehalten werden können, ohne darauf angewiesen zu sein, dass ein anderer Mensch mich hält, damit ich innerlich nicht zusammenbreche.
Und genau deshalb gehören diese beiden Challenges für mich eigentlich zusammen.

Mama und Papa waren schließlich beide am Projekt „DU“ beteiligt. Und aus diesen ersten Beziehungen haben wir verdammt viel darüber gelernt, wie Beziehung funktioniert, was wir von anderen erwarten, was wir selbst übernehmen und an welchen Stellen wir noch heute versuchen, etwas im Außen zu bekommen, das ursprünglich ganz woanders gefehlt hat.
Ich glaube heute mehr denn je, dass Selbstführung nicht bedeutet, unsere Vergangenheit so lange zu analysieren, bis wir endlich für jede Macke einen Schuldigen gefunden haben. Selbstführung bedeutet für mich, zu verstehen, wo etwas herkommt, damit ich heute überhaupt eine Wahl bekomme.

Denn was ich nicht erkenne, wiederhole ich.
Was ich erkenne, kann ich irgendwann anders führen.

Und vielleicht ist genau das irgendwann der friedlichste Satz an unsere Eltern:
Ich sehe, was ihr mir gegeben habt. Ich sehe auch, was ihr mir nicht geben konntet. Und den Rest übernehme ich ab hier selbst.
MUTTERWUNDE + THE MALE – DIE VATERWUNDE bekommst du für die nächsten 24 Stunden zusammen für 22 €. Danach verschwindet das Bundle wieder.

Happy Geburtstagswoche.
Anja