Die Grundlagen sitzen. Doch in der Praxis kosten gerade die schwierigen Gespräche, Rollenkonflikte und festgefahrenen Fälle die meiste Kraft. Genau hier setzt die BEM Werkstatt an.
An zwei kompakten Online-Vormittagen stärken Sie Ihre Handlungssicherheit in emotional fordernden BEM-Gesprächen, klären Ihre professionelle Rolle im Mehr-Akteurs-System und bearbeiten eigene Fälle strukturiert in kollegialer Fallberatung. Impulse, Übungen und echte Fallarbeit verbinden sich zu einem Format, das Sie direkt in Ihrem BEM-Alltag nutzen können. Und das Ihr Team über das Seminar hinaus weiterführen kann.
Dies ist ausdrücklich ein Aufbaukurs für Praktiker:innen, keine Einführung.
Ihr Nutzen auf einen Blick
- Sicher im Gespräch: Sie führen schwierige BEM-Gespräche auch bei Widerstand, Ambivalenz und Akteurskonflikten souveräner.
- Rolle geklärt: Sie bewegen sich klar im Spannungsfeld zwischen Unterstützung, Moderation und Systemverantwortung.
- Belastung im Griff: Sie erkennen eigene Muster und Helferfallen und wahren professionelle Grenzen.
- Fälle strukturiert lösen: Sie nutzen ein erprobtes Verfahren der kollegialen Fallberatung und entwickeln konkrete Handlungsoptionen.
- Nachhaltig im Team: Sie etablieren kollegiale Fallberatung als dauerhaftes Lern- und Unterstützungsformat im eigenen BEM-Team.
Agenda an zwei Vormittagen
Tag 1 – Dienstag, 01.12.2026, 9:00–12:15 Uhr | Rolle, Haltung, Gesprächsbasics
- Block 1 (9:00–10:30): Standortbestimmung nach den ersten BEM-Fällen; Rolle, Rollenkonflikte und Haltung im Mehr-Personen-System (Beschäftigte, Führungskraft, Personal-/Betriebsrat, SBV, Personalbereich); Nähe und Abgrenzung; Selbstreflexion und Selbstfürsorge – eigene Muster, Trigger und Überverantwortung erkennen.
- Pause (10:30–10:45)
- Block 2 (10:45–12:15): Beratungs- und Gesprächskompetenz – systemische und lösungsorientierte Grundhaltung, klare Sprache, erste Deeskalationswerkzeuge; Gesprächsübungen in Kleingruppen (Breakout-Sessions).
Tag 2 – Mittwoch, 02.12.2026, 9:00–12:15 Uhr | Schwierige Gespräche, Konflikte, Fallwerkstatt
- Block 3 (9:00–10:30): Kurzer Einstieg und offene Fragen aus Tag 1; Umgang mit Ablehnung, Ambivalenz und Widerstand als Teil von Veränderungsprozessen; festgefahrene Gespräche wieder in Bewegung bringen; Simulationen mit Feedback.
- Pause (10:30–10:45)
- Block 4 (10:45–12:15): Genesung und Wiedereingliederung als Veränderungsprozess; Konflikte als Ausdruck von Belastung; Ownership – Prozessverantwortung (BEM-Team) und Veränderungsverantwortung (berechtigte Person) klar trennen; Fallwerkstatt: kollegiale Fallberatung an anonymisierten Fällen der Teilnehmenden und Übertrag in die eigene Organisation.
Methodik
Kurze fachliche Impulse, hohe Eigenaktivität und abwechslungsreiche digitale Methoden: geleitete Einzelreflexion, Gesprächsübungen und Simulationen in Breakout-Sessions, Arbeit mit Fallvignetten sowie echten, anonymisierten Fällen der Teilnehmenden und strukturierte kollegiale Fallberatung. Sie arbeiten in einer kleinen Gruppe, damit intensives Üben und vertiefte Fallarbeit möglich sind.
Vorbereitung
Etwa zwei bis drei Wochen vor dem Seminar erhalten Sie einen kurzen Online-Fragebogen zur anonymisierten Nennung typischer schwieriger Situationen und eigener Fälle. Diese bilden die Grundlage für Praxisbeispiele und Fallwerkstatt.
Für wen der Kurs gedacht ist
BEM-Beauftragte, Fallmanager:innen und Mitglieder von BEM-Teams, Personalverantwortliche, Interessenvertretungen (Betriebs-/Personalräte, Schwerbehindertenvertretungen) und Führungskräfte mit BEM-Verantwortung.
Voraussetzung: absolvierte BEM-Grundlagenschulung (z. B. unser Einführungskurs BEM kompakt) sowie mindestens 6–12 Monate praktische Erfahrung im Betrieblichen Eingliederungsmanagement.
Trainerin
Kerstin Reisinger – GIB21 Gesundheit im Betrieb.
Format & Rahmen
- Format: Live-Online-Seminar via [MS Teams], 2 aufeinanderfolgende Vormittage
- Zeiten: Tag 1 und Tag 2 jeweils 9:00–12:15 Uhr (je 2 Blöcke à 90 Min. mit 15 Min. Pause)
- Gruppengröße: 8–12 Teilnehmende (begrenzt für intensive Fallarbeit)
- Technik: Videokonferenz mit Breakout-Räumen; Kamera und Headset empfohlen
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