Einschlafen ohne Mama

Bindungsorientiert eine weitere Bezugsperson beim Einschlafen etablieren – damit nicht mehr alles an dir hängen bleibt.

Weil dein Baby auch mit einer anderen vertrauten Bezugsperson sicher einschlafen darf.

Und weil du nicht jeden Abend die einzige Person sein musst, die dein Baby ins Bett bringen kann.


Kommt dir das bekannt vor?

  • Dein Baby lässt sich eigentlich nur von dir ins Bett bringen?

  • Sobald Papa, die Partnerperson oder eine andere vertraute Bezugsperson die Einschlafbegleitung übernimmt, gibt es Protest?

  • Dein Baby weint, sucht nach dir oder lässt sich plötzlich überhaupt nicht mehr beruhigen?

  • Und am Ende übernimmst du doch wieder.

  • Nicht unbedingt, weil du das möchtest.


Sondern weil du weißt:

  • „Bei mir schläft es wenigstens ein.“

  • Vielleicht würdest du gerne einmal abends weggehen.

  • In Ruhe duschen.

  • Dich mit Freund*innen treffen.

  • Einen Termin wahrnehmen.

  • Oder einfach auf dem Sofa sitzen und wissen:

  • Heute bin ich nicht für die Einschlafbegleitung zuständig.

  • Aber allein der Gedanke daran stresst dich schon, weil du dir sicher bist:

  • „Ohne mich funktioniert es sowieso nicht.“


Vielleicht erkennst du dich auch hier wieder:

  • Dein Baby schläft bisher fast ausschließlich bei dir ein.
  • Stillen ist eure wichtigste Einschlafhilfe und du fragst dich, wie eine andere Person dein Baby überhaupt ins Bett bringen soll.
  • Sobald deine Begleitperson übernimmt, beginnt dein Baby zu weinen oder nach dir zu suchen.
  • Du bleibst lieber zu Hause, weil du Angst hast, dass dein Baby ohne dich nicht einschlafen kann.
  • Ihr habt es bereits ausprobiert – und nach wenigen Minuten hast du wieder übernommen.
  • Deine Begleitperson ist inzwischen selbst unsicher und sagt vielleicht schon: „Bei mir funktioniert es sowieso nicht.“
  • Du hast das Gefühl, dass die komplette Verantwortung für den Schlaf bei dir liegt.
  • Du möchtest etwas verändern, aber dein Baby dabei nicht einfach weinen lassen.
  • Du fragst dich, ob dein Baby überhaupt schon bereit dafür ist, von jemand anderem ins Bett gebracht zu werden.


Und vielleicht denkst du:

„Ich möchte Verantwortung abgeben können – aber nicht auf Kosten meines Babys.“

Genau dafür gibt es „Einschlafen ohne Mama“.

Denn eine weitere Bezugsperson in die Einschlafbegleitung zu integrieren bedeutet nicht:

  • Mama verschwindet – und das Baby muss jetzt irgendwie damit klarkommen.

  • Es bedeutet auch nicht, dass Stillen als Einschlafhilfe von heute auf morgen abgeschafft werden muss.

  • Und es bedeutet schon gar nicht, dass dein Baby nicht weinen darf.

  • Es geht darum, deinem Baby die Möglichkeit zu geben, einen weiteren sicheren Weg in den Schlaf kennenzulernen.

  • Schritt für Schritt. Begleitet. Und angepasst an das, was dein Baby bereits kennt und kann.


Denn deine Begleitperson muss dich nicht ersetzen.

Das ist einer der wichtigsten Punkte. Papa, deine Partnerperson oder eine andere vertraute Bezugsperson muss nicht versuchen, deine Einschlafbegleitung exakt zu kopieren. Wenn dein Baby bei dir an der Brust einschläft, kann eine andere Person diese Einschlafhilfe offensichtlich nicht genauso anbieten. Und das muss sie auch nicht.

Dein Baby darf lernen:

  • Bei Mama funktioniert Einschlafen so.

  • Bei Papa vielleicht anders.

  • Bei einer anderen vertrauten Bezugsperson wieder anders.

  • Das Ziel ist nicht, dass alle Menschen dein Baby identisch ins Bett bringen.

  • Das Ziel ist, dass dein Baby auch mit einer anderen vertrauten Person Sicherheit beim Einschlafen erleben kann.

Was ist mit Weinen?

Gerade davor haben viele Eltern Angst.

„Aber was mache ich, wenn mein Baby nach mir weint?“

Eine Veränderung darf Gefühle auslösen.

Dein Baby darf merken, dass etwas anders ist. Es darf dich vermissen. Es darf protestieren. Es darf auch weinen.

Bindungsorientiert bedeutet nicht, jedes Weinen verhindern zu müssen. Entscheidend ist, wie dein Baby mit diesen Gefühlen begleitet wird. Dein Baby soll mit seiner Frustration, Unsicherheit oder Traurigkeit nicht alleine bleiben. Deshalb geht es in diesem Mini-Kurs nicht darum, eine Tür zu schließen und darauf zu warten, dass dein Baby irgendwann aufgibt. Wir schauen darauf, wie eine weitere vertraute Bezugsperson Sicherheit geben und die Einschlafbegleitung Schritt für Schritt übernehmen kann.


In diesem Mini-Kurs lernst du:

  1. warum dein Baby bei dir möglicherweise anders einschläft als bei einer anderen Bezugsperson.
  2. warum deine Begleitperson deine Einschlafhilfe nicht einfach kopieren muss.
  3. wie ihr herausfinden könnt, ob der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung gekommen ist.
  4. wie ihr eine weitere Bezugsperson Schritt für Schritt in die Einschlafbegleitung integriert.
  5. welche Rolle du während dieses Übergangs spielen kannst und wann mehr oder weniger Abstand sinnvoll sein kann.
  6. wie die neue Bezugsperson Sicherheit und eigene Einschlafwege entwickeln kann.
  7. wie ihr mit Protest und Weinen umgehen könnt, ohne euer Baby mit seinen Gefühlen alleine zu lassen.
  8. was ihr tun könnt, wenn es beim ersten Versuch überhaupt nicht funktioniert.
  9. woran ihr erkennt, ob ihr weitermachen, einen Zwischenschritt einbauen oder noch einmal etwas verändern solltet.


Das Ziel

Mein Ziel ist nicht, dass dein Baby dich beim Einschlafen plötzlich nicht mehr braucht. Und mein Ziel ist auch nicht, Stillen, Nähe oder eure bisherige Einschlafbegleitung abzuschaffen.

Mein Ziel ist:

  • Euer Baby darf mehr als einen sicheren Weg in den Schlaf kennenlernen.

  • Damit Einschlafbegleitung nicht ausschließlich deine Aufgabe bleibt.

  • Damit deine Begleitperson Sicherheit darin gewinnt, euer Baby in den Schlaf zu begleiten.

  • Und damit du irgendwann sagen kannst:

  • „Heute bringst du das Baby ins Bett.“

  • Ohne bereits Stunden vorher nervös zu werden.

  • Ohne detaillierte Notfallpläne.

  • Und ohne das Gefühl, dass du jederzeit einspringen musst.


Für wen ist „Einschlafen ohne Mama“ geeignet?

  • Für dich, wenn dein Baby bisher überwiegend oder ausschließlich von dir in den Schlaf begleitet wird und ihr das gerne verändern möchtet.

  • Für euch, wenn Papa, deine Partnerperson oder eine andere vertraute Bezugsperson zukünftig ebenfalls die Einschlafbegleitung übernehmen soll.

  • Für dich, wenn du dir wieder etwas mehr Freiheit wünschst.

  • Und für euch, wenn ihr diesen Schritt bindungsorientiert und ohne Schreienlassen gestalten möchtet.

  • Du musst nicht warten, bis du komplett erschöpft bist.

  • Und dein Baby muss dich auch nicht erst „weniger brauchen“, bevor eine andere Person eine wichtige Rolle beim Einschlafen bekommen darf.

Du darfst Verantwortung abgeben.

Nähe und Bindung bedeuten nicht, dass ausschließlich eine Person alles übernehmen muss. Dein Baby darf eine sichere Bindung zu dir haben und gleichzeitig erleben:

„Auch bei einer anderen vertrauten Person bin ich sicher.“

Und vielleicht geht es bei diesem Mini-Kurs deshalb um mehr als nur Einschlafen. Es geht auch darum, dass du nicht mehr das Gefühl haben musst: „Ohne mich geht hier gar nichts.“

Sondern irgendwann weißt:

„Mein Baby ist sicher. Auch wenn heute jemand anderes beim Einschlafen begleitet.“

Einschlafen ohne Mama – bindungsorientiert eine weitere Bezugsperson etablieren. Damit dein Baby einen weiteren sicheren Weg in den Schlaf kennenlernen darf – und du Verantwortung auch einmal abgeben kannst.

Course plan

Willkommen
Tagesstruktur
Herausforderungen in den einzelnen Monaten
Einschlafrituale
Einschlafumgebung
Einschlafhilfen
Eine neue Bezugsperson integrieren