Vom Arm ins Bett

Bewegung beim Einschlafen Schritt für Schritt reduzieren – bindungsorientiert, ohne dein Baby mit der Veränderung alleine zu lassen.

Weil du dein Baby nicht jede Nacht in den Schlaf tragen, wippen oder schaukeln musst, bis dein Körper irgendwann nicht mehr kann.


Kommt dir das bekannt vor?

  • Dein Baby schläft wunderbar ein.

  • Solange du dich bewegst.

  • Du trägst.

  • Du wippst.

  • Du läufst durch die Wohnung.

  • Du sitzt auf dem Pezziball.

  • Oder du schiebst den Kinderwagen Runde um Runde.

  • Und dann kommt der Moment, vor dem du dich schon während des Einschlafens fürchtest:

  • Das Ablegen.

  • Du wirst langsamer.

  • Dein Baby scheint tief und fest zu schlafen.

  • Du bewegst dich vorsichtig Richtung Bett.

  • Du legst dein Baby ab.


Und plötzlich:

  • Augen auf.

  • Also wieder hoch.

  • Wieder bewegen.

  • Wieder einschlafen.

  • Wieder versuchen abzulegen.

  • Vielleicht funktioniert es beim zweiten Versuch.

  • Vielleicht beim fünften.


Und vielleicht denkst du inzwischen:

„Ich kann und möchte mein Baby nicht mehr jeden Abend in den Schlaf tragen.“


Vielleicht erkennst du dich auch hier wieder:

  • Dein Baby schläft fast ausschließlich mit Bewegung ein.
  • Du läufst jeden Abend durch die Wohnung, bis dein Baby schläft.
  • Ohne Wippen beginnt dein Baby sofort wieder unruhig zu werden.
  • Der Pezziball ist mittlerweile fester Bestandteil eurer Einschlafbegleitung.
  • Dein Baby schläft wunderbar in der Trage – aber kaum im Bett.
  • Im Kinderwagen funktioniert Schlafen gut, zu Hause dagegen kaum.
  • Sobald du dich hinsetzt oder mit der Bewegung aufhörst, wird dein Baby wieder wach.
  • Das Ablegen ist jeden Abend ein Glücksspiel.
  • Dein Rücken, deine Schultern oder deine Arme machen die Einschlafbegleitung kaum noch mit.
  • Du möchtest die Bewegung reduzieren, hast aber Angst, dass dein Baby dann überhaupt nicht mehr schläft.
  • Du hast schon versucht, einfach weniger zu wippen – und dein Baby fand diese Idee überhaupt nicht gut.

Vielleicht hast du deshalb das Gefühl:

„Entweder ich bewege mein Baby weiter – oder wir haben jeden Abend ein riesiges Drama.“

Aber genau dazwischen gibt es noch etwas.


Genau dafür gibt es „Vom Arm ins Bett“.

Denn Bewegung beim Einschlafen ist nicht grundsätzlich schlecht. Ganz im Gegenteil. Bewegung kann Babys dabei helfen, sich zu regulieren und in den Schlaf zu finden. Wenn dein Baby bisher getragen, gewippt oder geschaukelt wurde, hast du ihm damit nichts „Falsches angewöhnt“.

Es hat einen Weg kennengelernt, mit deiner Unterstützung in den Schlaf zu finden.

Problematisch wird Bewegung häufig erst dann, wenn sie für dich zur Belastung wird.Wenn dein Baby schwerer wird. Wenn dein Rücken nicht mehr kann. Wenn du jeden Abend eine Stunde auf dem Pezziball sitzt. Oder wenn du einfach merkst:

„So möchte ich Einschlafen langfristig nicht mehr begleiten.“ Dann darf sich etwas verändern.


Aber wir nehmen Bewegung nicht einfach weg.

Wenn dein Baby bisher gelernt hat:

Bewegung = Einschlafen

dann wäre es ein ziemlich großer Schritt, die Bewegung von heute auf morgen komplett wegzulassen und zu erwarten, dass dein Baby einfach im Bett einschläft. Deshalb arbeiten wir Schritt für Schritt. Wir schauen uns an:

  • Welche Bewegung braucht dein Baby aktuell?

  • Wie intensiv ist sie?

  • An welchem Punkt können wir beginnen, sie zu reduzieren?

  • Welche Unterstützung können wir stattdessen anbieten?

  • Und wie kommen wir Stück für Stück näher an die Einschlafsituation, die du dir langfristig wünschst?


Denn das Ziel ist nicht: Von 100 auf 0.

  • Vielleicht wird aus starkem Wippen zunächst sanfteres Wippen.

  • Vielleicht wird aus Laufen irgendwann Stehen.

  • Aus Stehen wird Sitzen.

  • Aus Einschlafen auf dem Arm wird Einschlafen mit Körperkontakt im Bett.

  • Nicht jedes Baby braucht dieselben Zwischenschritte.

  • Und nicht jede Familie hat dasselbe Ziel.

  • Genau deshalb geht es nicht darum, eine starre Anleitung abzuarbeiten.

  • Es geht darum, das Prinzip hinter der Veränderung zu verstehen und es auf dein Baby zu übertragen.


Was ist, wenn mein Baby protestiert?

Das ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Fragen. Wenn dein Baby bisher jeden Abend mit Bewegung eingeschlafen ist und du beginnst, etwas daran zu verändern, kann dein Baby diese Veränderung bemerken. Und es darf sie auch erstmal ziemlich doof finden.

Es darf unzufrieden sein. Es darf protestieren. Und es darf auch weinen. Bindungsorientiert bedeutet nicht, dass eine Veränderung nur dann richtig ist, wenn dein Baby niemals darüber weint. Bindungsorientiert bedeutet, dass dein Baby mit seinen Gefühlen nicht alleine bleibt. Du bist da. Du begleitest. Du reagierst. Und gleichzeitig darfst du eine Grenze verändern, wenn die bisherige Situation für dich nicht mehr funktioniert.

In diesem Mini-Kurs lernst du:

  1. warum Bewegung Babys beim Einschlafen so gut helfen kann und weshalb dein Baby möglicherweise genau diese Unterstützung einfordert.
  2. warum du deinem Baby mit Tragen, Wippen oder Schaukeln nichts „Falsches angewöhnt“ hast.
  3. wie du erkennst, an welchem Punkt ihr mit einer Veränderung beginnen könnt.
  4. wie du Bewegung Schritt für Schritt reduzierst, statt sie plötzlich komplett wegzulassen.
  5. wie du passende Zwischenschritte für dein Baby findest.
  6. welche anderen Formen der Regulation und Begleitung du während der Veränderung anbieten kannst.
  7. wie du vom bewegten Einschlafen immer näher an das Einschlafen im Bett kommen kannst.
  8. wie du mit Protest und Weinen während der Veränderung umgehen kannst, ohne dein Baby damit alleine zu lassen.
  9. woran du erkennst, ob du den nächsten Schritt gehen kannst oder noch etwas länger beim aktuellen Schritt bleiben solltest.
  10. was du tun kannst, wenn ihr einen schlechten Tag habt und plötzlich wieder mehr Bewegung braucht.


Das Ziel

Mein Ziel ist nicht, dass dein Baby nach diesem Mini-Kurs vollkommen alleine und ohne Unterstützung im Bett einschläft. Und mein Ziel ist auch nicht, Bewegung komplett aus eurem Alltag zu verbannen. Mein Ziel ist, dass Bewegung eine Möglichkeit bleibt – aber keine Voraussetzung mehr sein muss. Dass du dein Baby weiterhin tragen darfst, wenn du das möchtest. Dass du weiterhin kuscheln, wiegen oder Nähe geben darfst. Aber dass du nicht das Gefühl hast:

„Wenn ich jetzt aufhöre zu wippen, schläft mein Baby überhaupt nicht.“

Du sollst verstehen, wie du die Intensität der Unterstützung verändern kannst, ohne deinem Baby von heute auf morgen alles wegzunehmen, was ihm bisher Sicherheit gegeben hat.


Für wen ist „Vom Arm ins Bett“ geeignet?

Für dich, wenn dein Baby bisher überwiegend mit Bewegung einschläft und du daran etwas verändern möchtest.

Egal, ob das bei euch bedeutet:

  • Tragen.

  • Wippen.

  • Schaukeln.

  • Pezziball.

  • Auf und ab laufen.

  • Oder eine andere Form von Bewegung.

Für dich, wenn dein Körper dir mittlerweile ziemlich deutlich sagt:

„So geht es nicht mehr lange weiter.“

Für dich, wenn du dir wünschst, dein Baby irgendwann im Sitzen oder Liegen begleiten zu können. Und für dich, wenn dein langfristiges Ziel das Einschlafen im Bett ist, du dein Baby auf dem Weg dorthin aber nicht alleine lassen möchtest.


Du hast deinem Baby nichts Falsches angewöhnt.

Vielleicht ist das der wichtigste Satz dieses gesamten Mini-Kurses. Du hast deinem Baby geholfen zu schlafen. Und Bewegung war bisher eine Möglichkeit, die funktioniert hat.

Jetzt darf sich diese Unterstützung verändern.

Nicht weil Bewegung schlecht ist. Nicht weil dein Baby „endlich lernen muss, alleine einzuschlafen“. Sondern weil eine Einschlafbegleitung auch für dich langfristig machbar sein darf. Und weil dein Baby Schritt für Schritt neue Wege kennenlernen kann, mit deiner Unterstützung in den Schlaf zu finden.

Vom Arm ins Bett – Bewegung beim Einschlafen Schritt für Schritt reduzieren. Damit aus „Ohne Wippen geht gar nichts“ irgendwann „Ich kann mein Baby auch anders in den Schlaf begleiten“ werden darf.

Course plan

Willkommen
Tagesstruktur
Herausforderungen in den einzelnen Monaten
Einschlafrituale
Einschlafumgebung
Einschlafhilfen