Lektion 4: Jetzt erzähl! Vom Mut, anzufangen
So bleibst du dran
Finde dein Thema - und dann lass es knistern!
Willkommen in Einheit vier!
In dieser Einheit geht es um das, was manchmal am schwersten – und zugleich am schönsten – ist: den Anfang.

Ich möchte dich sanft dorthin führen, dorthin, wo eine Geschichte wirklich beginnt: nicht im Kopf, sondern im Schreiben selbst. Vielleicht hast du in den letzten Einheiten schon gespürt, wie Figuren Form bekommen, wie sich Sternmomente zeigen, wie aus losen Ideen kleine Welten entstehen. Jetzt darf daraus ein erster richtiger Text werden – ein Anfang, der den Zauber des Noch-nicht-Wissens in sich trägt.

Trennstrich LLM <3
Video 1: Der erste Schritt in Deine Geschichte

Wir starten ganz leicht: Du schreibst dich mit einer kleinen Tagebuchübung warm – zehn Minuten lang einfach so, wie es dir geht. Dann liest du dich in eine Auswahl von ersten Sätzen hinein, die andere geschrieben haben. Du wirst merken: Manche Sätze öffnen sofort einen Raum, andere lassen dich kalt. Beides ist spannend, denn es zeigt dir, was dich ruft.

Anschließend lade ich dich ein, deine eigene Geschichte zu beginnen. Wir arbeiten mit einer kleinen Beispielgeschichte – über Laura, eine Barista, die ihre Angst überwindet und etwas wagt. Aber keine Sorge: Du musst nicht Laura sein. Du darfst dich einfach in die Szene hineinträumen und den ersten Absatz schreiben, als würdest du ihn zufällig in einem Buch entdecken – in einem dieser „Kurzgeschichten-aus-dem-Leben“-Bände, die man auf einem fremden Klo findet und plötzlich nicht mehr weglegen kann.

📌 Was dich erwartet:

💛 Du findest spielerisch ins Schreiben  – mit einer kleinen Aufwärmübung.
💛 Du entdeckst, was einen ersten Satz lebendig macht.
💛 Du beginnst deine erste eigene Geschichte – leicht, ohne Druck, mit Lust aufs Entdecken.
💛 Und du erfährst: Anfangen heißt nicht, schon alles wissen zu müssen – nur, den Stift zu bewegen.


Video-Länge: 15:54 Minuten 

Video 2: Kino im Kopf 

In diesem Video geht’s ans Eingemachte – und gleichzeitig mitten hinein ins Staunen: Wie entsteht dieser magische Moment, in dem du beim Lesen drin bist – mitten in einer Szene, bei einer Figur, in einer Welt?

Ich zeige dir, was es mit Erzählperspektive, Erzählton und Show, don’t tell auf sich hat – aber keine Sorge: alles ganz praktisch, Schritt für Schritt und mit vielen Beispielen. Wir schauen uns an, wie sich ein einziger Satz verändern kann, wenn du nur ein Wort tauschst. Wie du mit Distanz oder Nähe spielst. Wie du aus einem Lehnstuhl-Erzähler eine hautnahe Beobachterin machst. Und wie du Figuren durch kleine Gesten, Klänge oder Gerüche lebendig werden lässt.

Du lernst, wie du durch Handlung, Empfindung, Rede und Sinneseindrücke echtes „Kino im Kopf“ erzeugst – dieses stille Mitatmen, Mitsehen, Mitleben, das gute Geschichten so unwiderstehlich macht.

Am Ende darfst du das alles ausprobieren:


Du wählst eine deiner bisherigen Figuren oder Geschichten und schreibst drei verschiedene Anfänge – in unterschiedlichen Perspektiven, Tonlagen oder Zeiten. Ganz spielerisch, ganz ohne Druck.dieser sehr konkreten Einheit bekommst du ein paar ungewöhnliche Vorschläge, wie du auf Themen kommst – z. B. beim Wäscheaufhängen oder auf dem stillen Örtchen. Es geht nicht um das große „Was bewegt mich?“ – sondern um den kleinen, echten Zugang: Was denkst du gerade? Was interessiert dich spontan?

📌 Was dich erwartet:

💛 Du entdeckst, wie Satzbau, Wortwahl und Perspektive die Wirkung einer Geschichte verändern.
💛 Du lernst, wie man Nähe schafft – und wann Distanz hilft.
💛 Du erfährst, was „Show, don’t tell“ wirklich bedeutet und wie du es intuitiv umsetzt.
💛 Du schreibst drei eigene Anfänge – mutig, frei und mit wachsender Lust am Erzählen.



Video-Länge: 25:19 Minuten 

loaded_image
Materialien - Download
1 Erste Saetze.pdf
2 Geschichte zum Probieren.pdf
Trennstrich LLM <3
Wunderbar!

Mit dieser Einheit hast du dich mitten hineinbegeben ins Handwerk des Erzählens – dorthin, wo Stil, Stimme und Wirkung entstehen. Du hast erfahren, wie ein einziger Satz alles verändern kann: die Stimmung, die Nähe, das Tempo. Du hast gelernt, mit Perspektiven zu spielen – mal beobachtend von außen, mal atmend mitten in der Figur. Du kennst nun die vier Schlüssel fürs Kino im Kopf: kleine, konkrete Handlungen, sinnliche Wahrnehmungen, leise Empfindungen und das, was Figuren wirklich sagen – nach außen oder innen. Und du hast gespürt, dass es nie nur einen richtigen Anfang gibt: Jede Variante öffnet eine andere Tür zur gleichen Geschichte.

Im nächsten Abschnitt darfst du diese Türen weit aufstoßen. In Einheit 5 geht es darum, spielerisch zu schreiben – leicht, frei und ohne Zensur. Du wirst Lieblingswörter zu poetischen Sätzen verweben, dich von Fantasie tragen lassen und erleben, wie du mit Sprache Welten erschaffen kannst. Es wird wilder, sinnlicher, federleichter – und du wirst spüren: Deine Geschichten beginnen nicht nur zu atmen, sondern zu tanzen.