Herzlich willkommen zu den Happy Hours zum Jahresrückblick!
Ich freue mich sehr, dass du dir diese Zeit nimmst – Zeit für dich, für dein Jahr und für alles, was noch einmal gesehen, gehört oder berührt werden möchte.
Bevor wir mit der ersten Schreibzeit beginnen, lade ich dich ein, kurz innezuhalten.
Worum geht es hier? Was erwartet dich?
Dieser Kurs ist kein Programm zum „Abarbeiten“ und kein Projekt, das man möglichst effizient hinter sich bringt. Er ist eher ein Raum, den du betrittst. Ein Raum, in dem dein Jahr so erscheinen darf, wie es war – unordentlich, reich, widersprüchlich.
Du musst nichts vorbereiten, nichts wissen, nichts können.
Du bist hier, das ist genug. Und wunderschön!
Die Happy Hours sind bewusst als Schreibzeiten gestaltet, nicht als "Lektionen" im klassischen Sinn. Es geht nicht darum, etwas zu lernen, sondern darum, etwas zu erleben.
Schreiben dient uns hier als Werkzeug der achtsamen Wahrnehmung. Manchmal wird es klar und prägnant sein, manchmal eher suchend und tastend, manchmal spielerisch, lustig, zwischendurch vielleicht überraschend ernsthaft. All das ist willkommen. Wenn dir etwas leicht fällt, folge dem Fluss. Wenn dir etwas schwer fällt, bleib freundlich mit dir. Du bestimmst das Tempo, die Tiefe und die Reihenfolge.
Kein Zeugnis, keine Noten!
Vielleicht kennst du ja das Gefühl, bei einem Jahresrückblick spontan in Bewertungen zu rutschen: Was habe ich geschafft? Was ist liegen geblieben? War ich gut genug? In diesem Kurs darfst du diese Fragen einmal beiseitelegen. Wir schauen nicht von außen auf dein Jahr, sondern von innen. Wir sammeln, ordnen, erzählen, zeichnen, verdichten – und lassen auch wieder los. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Es gibt genau das Richtige: das, was sich dir zeigen will.
Nimm dir für jede Happy Hour bewusst Zeit. Zwei Stunden sind ein guter Rahmen, aber auch hier gilt: höre auf deine Energie. Sorge gut für dich. Vielleicht magst du dir einen ruhigen Ort suchen, Papier und Stifte bereitlegen, etwas zu trinken richten, eine Decke. Mach es dir so, dass Schreiben nicht zur Aufgabe wird, sondern zur Einladung.
Und noch etwas Wichtiges:
Du musst nicht alle acht Einheiten machen.
Du kannst auch nur einzelne Happy Hours wählen.
Du kannst Pausen einlegen.
Rückschau ist kein Wettlauf. Schreiben wirkt nachhaltig und zeigt seine Wirkung manchmal erst langsam, in der Stille danach.
Ich begleite dich. Ich führe dich mit Impulsen, Anleitungen und Beispielen durch die Schreibzeiten . Alles Weitere entsteht zwischen dir, dem Papier und deinem vergangenen Jahr.
Wenn du bereit bist, dann beginne mit der ersten Happy Hour.
Sie trägt den schönen, einfachen Titel: Satzbehälter leeren.