Die erste praxisorientierte Weiterbildung ihrer Art im Heilmittelbereich – mit Fokus auf weiblich sozialisierte Neurodivergenz
Autismus, ADHS und AuDHS werden bei weiblich sozialisierten Menschen bis heute häufig übersehen, fehlgedeutet oder erst nach Jahren der Fehldiagnosen erkannt. Diese Fortbildung schließt genau diese Lücke: Du lernst, neurodivergente Erwachsene sicher zu erkennen, alltagsnah zu begleiten und therapeutisch fundiert zu unterstützen – mit einem Ansatz, der aus über 15 Jahren klinischer Praxis, Forschung und gelebter Erfahrung entstanden ist.
Mit dieser Fortbildung erhältst Du:
✓ Ein ausgewogenes Verhältnis aus fundierter Theorie und sofort umsetzbarer Praxis.
✓ Einen reichen Methodenschatz für die alltagsnahe, klient*innenzentrierte Arbeit mit neurodivergenten Erwachsenen.
✓ Den ersten interdisziplinären, spezialisierten Ausbildungsansatz für weiblich sozialisierte Neurodivergenz im Heilmittelbereich.
✓ Jede Menge Erfahrungsraum für Deine eigenen Fragen, Fallbeispiele & Anliegen aus dem therapeutischen Alltag.
✓ Über 15 Jahre Erfahrungswissen aus Praxisinhaberschaft, klinischer Diagnostik und eigener neurodivergenter Lebensrealität.
✓ Ein wachsendes Netzwerk zum künftigen fachlichen Austausch über Neurodivergenz in der therapeutischen Arbeit.
✓ Fortbildungspunkte für Dein Fortbildungskonto.
✓ Eine Überprüfung Deiner Lernerfahrungen durch die Durchführung und Auswertung eines eigenen Praxisprojektes.
✓ Zugang zu meiner langjährig erprobten Methode, die ich in meinen Büchern „Erfolgreich leben mit ADHS – Das Workbook", „Leben mit Autismus – Klarheit und Struktur im Alltag" sowie „Brain on Fire – Neurodivergent im Job" lehre.
✓ Und vieles mehr.
Was Du nach der Fortbildung kannst
Als Fachtherapeut*in für Neurodivergenz im Erwachsenenalter wirst Du in der Lage sein, Autismus, ADHS und AuDHS bei Erwachsenen sicher zu erkennen und fundiert zu begleiten – mit besonderem Fokus auf weiblich sozialisierte Menschen, bei denen sich Neurodivergenz oft anders zeigt als in den klassischen, männlich geprägten Diagnosekriterien.
Konkret erlernst Du:
- Grundlagen der Neurodivergenz – und warum sie sich bei weiblich sozialisierten Menschen häufig anders äußert (Masking, Camouflaging, Female Autism Phenotype, verzögerte Diagnosestellung).
- Alltagsnahe, klient*innenzentrierte Arbeit nach einem konsequent neuroaffirmativen Ansatz – Du verinnerlichst die zentralen Parameter dieser Haltung und kannst sie sicher in Deine therapeutische Praxis integrieren.
- Neuronale Anatomie verständlich vermitteln – Du erhältst das nötige Hintergrundwissen, um neurodivergente Prozesse zu verstehen und Deinen Klient*innen im Rahmen von Psychoedukation nachvollziehbar zu erklären. Alle Inhalte sind evidenzbasiert.
- Assessments & Differenzialdiagnostik – Du lernst gängige Assessments, Fragebögen und diagnostische Fragestellungen zu ADHS, ASS, AuDHS und Hochbegabung kennen, inklusive der wichtigen Abgrenzung zu Zwangsstörungen und anderen psychischen Diagnosen.
- Hormone, Wechseljahre und Neurodivergenz – Du verstehst die hormonellen Zusammenhänge (z. B. Östrogen-Dopamin-Achse, Perimenopause) und ihre konkreten Auswirkungen auf neurodivergente Klient*innen.
- Berührung, Körperlichkeit und Sexualität bei Neurodivergenz – Du kannst neurodivergente Paare souverän begleiten und Themen rund um Nähe, Berührung und Sexualität bei ADHS und Autismus therapeutisch aufgreifen.
- Begleitung neurodivergenter Mütter mit neurodivergenten Kindern – Du bist sicher in der Beratung und Begleitung dieser besonderen familiären Konstellation.
- Mental Load & strukturelle Benachteiligung – Du verstehst die strukturellen Hintergründe neurodivergenter Erschöpfung bei weiblich sozialisierten Menschen und kannst diese Themen therapeutisch einordnen und begleiten.
- Grenzen der eigenen Profession erkennen – Du weißt nach der Fortbildung genau, wo Deine therapeutische Arbeit endet und an welche Professionen im Gesundheitswesen Du Themen und Anliegen sicher delegierst.
Alle Inhalte sind alltagsnah, neuroaffirmativ, nervensystemfreundlich und zu 100 % praxiserprobt – vermittelt von Marianne Jouanneaux, Expertin, Autorin, Praxisinhaberin und Vorstandsvorsitzende des Therapiezentrums Rahnsdorf sowie Aufsichtsrätin von „Wohnzimmer Neurodivers".
Format & Ablauf
Die Fortbildung findet vollständig online statt – barrierefrei und ortsunabhängig zugänglich.
Struktur:
- 2 Theorie-Wochenenden:23.–24.01. sowie 30.–31.01., jeweils 11:00–17:00 Uhr
- 2 Praxis- & Q&A-Termine zur praxisnahen Umsetzung der Inhalte: 23.02. sowie 02.03., jeweils 17:00–21:00 Uhr
Investition: 2.789 €
Diese Fortbildung richtet sich an Therapeutinnen im Heilmittelbereich und an alle Personen mit einem fundierten Grundberuf in der Medizin, Psychologie, Ergotherapie, Coaching,Pädagogik oder als Heilpraktiker für Psychotherapie die ihre Arbeit mit neurodivergenten Erwachsenen fundiert, evidenzbasiert und alltagsnah vertiefen möchten mit einem klaren Blick für die Realität weiblich sozialisierter Neurodivergenz.*
FAQ:*Ratenzahlung ist nach Rücksprache unter betsimmten Vorraussetzungen möglich. Gerne per mail an : Therapiezentrum.jouanneaux@gmail.com
*Den Titel „Fachtherapeut“ darf grundsätzlich jede Person tragen, die eine entsprechende Weiterbildung bei einem privaten oder kommerziellen Institut absolviert hat, da der Begriff gesetzlich nicht geschützt ist.Dies ist relevant bezüglich der Fragen bezüglich der Teilnahmevoraussetzungen. Grundsätzlich alle, die Erfahrung mit Neurodivergenz haben sowie Heilmittelerbringende, Menschen aus dem Pädagogischen- oder Coachingbereich sowie ärztliche Fachpersonen oder Personal aus Pflege oder Betreuung aber auch selbst Betroffene, die sich für das Thema interessieren.
*Wir stellen den Teilnehmenden nach dem Kurs eine Teilnahmebescheinigung aus, auf der die genaue Punktzahl und die Übereinstimmung mit den Rahmenempfehlungen vermerkt sind (inklusive Selbstlernzeiten) Insgesamt 100 Fortbildungspunkte.
* Die Fortbildung wurde anhand der rechtlichen Vorgaben (Anlage 4 zum Vertrag nach § 125 SGB V) geprüft und entspricht den notwendigen Kriterien.
Über die Dozentin: Marianne Jouanneaux
ist eine der wenigen Spezialistinnen im DACH-Raum für Neurodivergenz im Erwachsenenalter vorallem bei weiblich sozialisierten Menschen
Marianne Jouanneaux zählt zu den wenigen Fachpersonen im deutschsprachigen Raum, die psychisch-funktionelle Ergotherapie, klinische Diagnostik bzw Befund-Expertise und einen konsequent neuroaffirmativen, feministischen Blick auf Autismus, Hochbegabung, ADHS und AuDHS bei weiblich sozialisierten Erwachsenen in dieser Kombination und Tiefe vereinen. Diese Positionierung stützt sich nicht auf eine einzelne Qualifikation, sondern auf ein über Jahre gewachsenes Profil aus klinischer Praxis, Fachpublikationen, Lehrtätigkeit und gesundheitspolitischem Engagement.
Klinische Praxis & Trägerschaft
Marianne Jouanneaux ist Ergotherapeutin und Inhaberin von NEURO-perspektiven Zentrum für Neurodivergenz-Kompetenz im Erwachsenenalter sowie Vorstandsmitglied des interdisziplinären Therapiezentrums Rahnsdorf in Berlin. Dort hat sie über Jahre ein spezialisiertes Behandlungsangebot für Autismus, ADHS und Hochbegabung im Erwachsenenalter aufgebaut mit besonderem Schwerpunkt auf weiblich sozialisierten Menschen, bei denen Neurodivergenz aufgrund von Masking und abweichenden Diagnosekriterien besonders häufig spät oder gar nicht erkannt wird.(Quelle: therapiezentrum-rahnsdorf.de/neuroperspektiven; therapiezentrum-rahnsdorf.de/ergotherapie-jouanneaux)
Fachautorin
Ihre praktische Methodik ist in zwei veröffentlichten Fachbüchern dokumentiert:
- „Erfolgreich leben mit ADHS – Das Workbook"
- „Leben mit Autismus – Klarheit und Struktur im Alltag"
Ein drittes Buch, „Brain on Fire – Neurodivergent im Job", erscheint im Kosmos Verlag. Ihre Fachbücher dienen nachweislich als Grundlage für ihre eigenen Vorträge und Fortbildungen, wie u. a. bei „Wohnzimmer Neurodivers" dokumentiert.(Quelle: wohnzimmer-neurodivers.de/spektrakel/marianne-jouanneaux; Amazon-Verlagsangabe „Erfolgreich leben mit ADHS – das Workbook")
Lehrtätigkeit im DACH-Raum
Marianne Jouanneaux fungierte mehrjährig als Dozentin für Neurodivergenz im Erwachsenenalter am Kompetenzzentrum Institut Schoresch in Zürich; ein Beleg für ihre fachliche Anerkennung über die Landesgrenzen hinweg und ihre Positionierung als gefragte Referentin im gesamten deutschsprachigen Raum, nicht nur in Deutschland
Zusätzlich tritt sie regelmäßig als Referentin bei etablierten Fortbildungsanbietern und Fachkongressen auf, u. a.:
- therapie LEIPZIG: Fachvortrag zu weiblich sozialisierten Menschen mit Autismus/ADHS und psychisch-funktioneller Ergotherapie
- Thieme ergopraxis-Tage (Georg Thieme Verlag)
- ergotherapie.de-Fortbildungskalender: u. a. mit dem zertifizierten Seminar „ADHS bei erwachsenen Frauen" (8 Unterrichtseinheiten / 8 Fortbildungspunkte)
- wissen.institute – Fachfortbildungen
(Quellen: therapie-leipzig.de/pco-sprecher; events.thieme.com/ergotage; ergotherapie.de/kalender/veranstaltung/4893; wissen.institute/seminars)
Gesundheitspolitisches Engagement
Über die klinische und lehrende Tätigkeit hinaus ist Marianne Jouanneaux politisch aktiv in der berufsständischen Interessenvertretung (u. a. BED e.V.) und war an GKV-Vergütungsverhandlungen beteiligt, ein Engagement, das ihre Expertise über die Einzeltherapie hinaus auf die strukturelle Ebene der Versorgungslandschaft für Heilmittelerbringer:innen ausweitet.
Zudem wurde sie in den Aufsichtsrat von „Wohnzimmer Neurodivers e.V." gewählt, wo sie regelmäßig Fachvorträge zu Autismus, ADHS und Doppeldiagnosen bei weiblich sozialisierten Menschen hält.(Quelle: wohnzimmer-neurodivers.de/spektrakel/marianne-jouanneaux; wohnzimmer-neurodivers.de/workshop-prokrastination-und-perfektionismus-bei-adhs-mit-marianne-jouanneaux)
Mediale Präsenz & Reichweite
Ihre fachliche Expertise wird auch außerhalb klassischer Fortbildungsformate nachgefragt: Sie war u. a. zu Gast im Podcast „Psychiatrie im Alltag" (Ausgabe vom 2. August 2024) zum Thema ADHS bei Erwachsenen sowie Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten. Über ihren Instagram-Kanal @neuro_perspektiven erreicht sie zudem eine wachsende Community aus Betroffenen und Fachkolleg:innen mit fundierter, alltagsnaher Aufklärungsarbeit zu Neurodivergenz.(Quelle: podcasts.apple.com – „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)", Psychiatrie im Alltag, Folge 47; instagram.com/neuro_perspektiven)
Warum diese Kombination selten ist
Was Marianne Jouanneaux von anderen Referent:innen im Themenfeld unterscheidet, ist nicht ein einzelner Baustein, sondern die Kombination aus:
- Eigener Praxisinhaberschaft mit jahrelanger klinischer Falltiefe in genau diesem Spezialgebiet,
- Publizierter, replizierbarer Methodik (zwei erschienene Fachbücher, ein drittes in Arbeit),
- wiederkehrende institutionelle Lehrtätigkeit im Ausland (z.B.Schoresch, Zürich),
- Gesundheitspolitischer Mitgestaltung auf Verbandsebene statt reiner Behandlungspraxis,
- Konsequentem Fokus auf weiblich sozialisierte Neurodivergenz, ein in der Regelversorgung nach wie vor unterversorgtes Feld.
Diese Verbindung aus klinischer Tiefe, Publikationstätigkeit, internationaler Lehre und gesundheitspolitischer Stimme macht sie zu einer der profiliertesten und am umfassendsten ausgewiesenen Fachpersonen für Neurodivergenz im Erwachsenenalter im deutschsprachigen Raum.
FAQ Fortbildung "Fachtherapeut*in für Neurodivergenz im Erwachsenenalter"
Ablauf & Format
Wie ist die Fortbildung aufgebaut?Es gibt zwei Präsenzwochenenden: Am ersten Wochenende wird eine Methode im Schwerpunkt ADHS durchgearbeitet, am zweiten eine Methode im Schwerpunkt Autismus jeweils inklusive Psychoedukation. Dazwischen liegt eine Fallarbeitsphase mit zwei zusätzlichen Praxisterminen (Calls), die als Check-in/Check-out-Momente dienen: Raum für Fragen und eine natürliche Struktur, damit die Bearbeitung nicht bis zum letzten Moment aufgeschoben wird.
Wie viel Eigenleistung/Selbststudium ist eingeplant?Bis zu ca. 10_20 Stunden Selbstrecherche, je nachdem, wie intensiv man sich einbringen möchte. Die Idee: aus beiden behandelten Büchern gezielt Inhalte herauspicken (nicht komplett durcharbeiten) und diese entweder zunächst an sich selbst anwenden (empfohlen, weil man es dadurch auch praktisch erprobt) oder an einer Klientin/einem Klienten bzw. einer befreundeten Person.
Muss man die Bücher vorher schon gelesen haben?Nein nur besorgt haben. Das kann man von niemandem erwarten die Bücher werden im Rahmen der Fortbildung gemeinsam behandelt.
Wie funktioniert die Fallarbeit konkret?Es wird ein Fallbeispiel mit klaren Bearbeitungskriterien verschickt. Die Bearbeitung erfolgt eigenständig und wird dann eingereicht. Es gibt keine Fehlerkontrolle im Sinne einer Korrektur ("das ist falsch") es wird von erwachsenen, kompetenten Menschen ausgegangen. Bei Bedarf (z. B. wenn jemand sichtlich falsch abbiegt) wird unterstützend eingegriffen, was bislang aber noch nie nötig war.
Warum überhaupt eine konkrete Aufgabe statt freiwilliger Vertiefung?"No deadline, no dopamine" ohne konkrete Aufgabe beschäftigen sich die wenigsten im Nachgang wirklich mit einer Methode. Die Fallarbeit ist als Geschenk gedacht, das Purpose gibt und verhindert, dass gekaufte Fachbücher ungelesen im Regal liegen bleiben.
Was ist das übergeordnete Ziel der Fortbildung?Keine reine Wissensvermittlung zum Auswendiglernen, sondern eine echte Transformation der Haltung: Teilnehmende sollen die neuroaffirmative Perspektive verinnerlicht haben und mit einer veränderten Sichtweise aus der Fortbildung gehen. Details müssen nicht auswendig sitzen die neuroaffirmative Haltung muss sitzen.
Format & Didaktik
Wie unterrichtet wirdKein Frontalvortrag / kein Ablesen von PowerPoint-Folien die Fortbildung ist klientenzentriert und interaktiv angelegt, Teilnehmende bringen eigene Fragen mit. Teils werden Fragen vor der Mittagspause gesammelt, sodass gezielt recherchiert und in der Tiefe geantwortet werden kann, statt pauschal Themen abzuarbeiten, die niemand braucht.
Interdisziplinarität & EvidenzbasierungDie Fortbildung wurde mit der Vorstandsvorsitzenden des Berufsverbands abgestimmt. Die Schirmherrschaft liegt bei einer diplomierten Psychotherapeutin. Der Antrag auf offizielle Fortbildungspunkte bei der Psychotherapeutenkammer läuft aktuell. Ziel ist ein interdisziplinärer, evidenzbasierter Rahmen (keine reine Meinungsäußerung), der Teilnehmenden am Ende auch zur eigenen Qualifikation gegenüber Dritten dient.
Teilnehmerzahl & Gruppenarbeit
Wie groß ist die Gruppe?Maximal 20 Teilnehmende – bewusst überschaubar gehalten, um gut arbeiten zu können.
Kann man mit dem Material danach eigene Gruppen leiten?Ja. Das Material inkl. Workbooks ist auch für die Gruppenarbeit mit Klient*innen nutzbar. Gesprächsführung und Gruppenaufbau sind fester Bestandteil der Fortbildung. Wer möchte, kann die eigene Fallarbeit direkt auf eine Gruppensituation anwenden, in den Live-Calls Bedenken oder Fragen einbringen und beim nächsten Call Ergebnisse/Feedback besprechen.
Kosten & Anmeldung
Bis wann gilt der reduzierte Preis?Der Sommerrabatt gilt bis zum 5. September.
Gibt es Ratenzahlung?Ja, Ratenzahlung ist möglich (z. B. mehrere Raten à ca. 700 €, bis zum Start der Fortbildung abbezahlt), ebenso können Rechnungen gestellt werden. Bei finanziellen Engpässen werden individuelle Lösungen gefunden die Fortbildung soll nicht am Geld scheitern. Der Fokus liegt darauf, das Wissen zu verbreiten, nicht primär auf maximaler Vergütung.
Fachlicher Hintergrund & Netzwerk
Warum ist diese Fortbildung wichtig?Weil Neurodivergenz bei Erwachsenen nach wie vor häufig falsch behandelt wird (z. B. "Konzentrationsübungen" statt angemessener Methoden), was dem Berufsbild schadet. Gerade in der aktuellen gesundheitspolitischen Lage (Ärzt*innen verordnen ohnehin zurückhaltend) ist fachliche Exzellenz entscheidend.
Welche Netzwerkeffekte ergeben sich?Gute fachliche Vernetzung (z. B. mit Gynäkolog*innen, Hebammen) führt zu gezielteren Zuweisungen etwa bei Frauen in der Menopause mit neu auftretenden Symptomen, bei denen kompensatorische Mechanismen wegfallen und sich dahinter häufig eine bislang unerkannte Neurodivergenz zeigt (Diagnose z. T. erst mit 50). Auch Psychiater*innen mit Kapazitätsengpässen verweisen gerne an bekannte, vertrauenswürdige Praxen. Ärzt*innen, die eine Praxis kennen und ihr vertrauen, formulieren oft präzisere, individuellere Verordnungsaufträge statt pauschaler Zuweisungen.
Wie viele Teilnehmende sind selbst neurodivergent?Keine erhobene Statistik, aber erfahrungsgemäß sucht mindestens die Hälfte der Teilnehmenden im Anschluss selbst eine Diagnostik auf. Häufig ist die Fortbildung ein Einstiegspunkt: Diagnostik, danach z. T. Teilnahme an eigenen Therapie- oder Zielgruppengruppen.
Ist ein weiterer Kurs geplant?Ja, in Vorbereitung ist ein separates Angebot dazu, wie Ergotherapiepraxen sich angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen zukunftssicher aufstellen können (zusätzliche Standbeine, u. a. relevant im Hinblick auf Wartelisten).
Kann das Wissen auch intern im Team weitergegeben werden?Ja das ist ausdrücklich erwünscht, damit Teams eine gemeinsame fachliche Sprache entwickeln und veraltete Glaubenssätze durch aktuelles Wissen ersetzt werden können.