Pelvic Organ Prolapse (POP)

Senkungen verstehen. Funktion beurteilen. Frauen gezielt begleiten.

29. September 2026 | 16:00–19:30 Uhr
Online LIVE | 3 Stunden

Blase, Gebärmutter, Rektum – oder mehrere Strukturen gleichzeitig?

Beckenorgansenkungen sind häufig und gleichzeitig komplex. Symptome, Ausprägung und funktionelle Auswirkungen können sich von Frau zu Frau deutlich unterscheiden. Entsprechend wenig sinnvoll ist eine Standardempfehlung wie: „Dann trainieren Sie einfach Ihren Beckenboden.“

In Pelvic Organ Prolapse – verstehen & begleiten lernst du, Senkungen differenzierter zu betrachten, Beschwerden besser einzuordnen und zu verstehen, welche Maßnahmen in welcher Situation sinnvoll sein können.

Denn manchmal ist Beckenbodentraining genau richtig. Und manchmal braucht es zunächst etwas anderes.

Das erwartet dich

POP verstehen & unterscheiden
Du lernst die verschiedenen Formen der Beckenorgansenkung kennen und verstehst, welche Strukturen bei Zystozele, Rektozele und Uterusprolaps betroffen sind.

Senkungsgrade & POP-Q
Wie wird eine Senkung beurteilt? Wir schauen auf unterschiedliche Ausprägungen und das POP-Q-System – verständlich und mit direktem Bezug zur Praxis.

Symptome richtig einordnen
Druck- oder Fremdkörpergefühl, Probleme bei Blasen- oder Darmentleerung, Inkontinenz, Schmerzen oder Beschwerden beim Sex: Senkungen können sich sehr unterschiedlich zeigen. Du lernst typische Zusammenhänge und Warnzeichen kennen.

Kann der Beckenboden überhaupt greifen?
Beckenbodentraining ist kein Allheilmittel. Wir beschäftigen uns damit, wann gezieltes Training sinnvoll ist, wann die biomechanischen Voraussetzungen dafür ungünstig sind und warum eine funktionelle Beurteilung so wichtig ist.

Mehr als Beckenbodentraining
Pessare, Druckregulation, Alltag, Atmung, Haltung, Narben- und Gewebebehandlung: Du lernst unterschiedliche Möglichkeiten kennen, die Frauen je nach Ausgangssituation unterstützen können.

Selbstmanagement sinnvoll anleiten
Was kann eine Frau selbst tun? Wir besprechen konkrete Strategien für Alltag, Belastung und Körperwahrnehmung – ohne unnötige Verbote und ohne falsche Versprechen.

Kommunikation & Praxis
Eine Senkungsdiagnose kann Frauen stark verunsichern. Du lernst, wie du Beschwerden ernst nimmst, verständlich aufklärst und gleichzeitig vermittelst, dass eine Senkung nicht automatisch bedeutet, auf Sport, Belastung oder ein aktives Leben verzichten zu müssen.

Für wen ist die Fortbildung geeignet?

Die Fortbildung richtet sich an Hebammen, Physiotherapeutinnen, Osteopathinnen, Heilpraktikerinnen und andere therapeutisch tätige Fachpersonen, die Frauen mit Beckenbodenbeschwerden begleiten.

Sie ist besonders interessant für dich, wenn dir in deiner Arbeit immer wieder Frauen mit Senkungsbeschwerden begegnen und du sicherer entscheiden möchtest:

Was braucht diese Frau jetzt wirklich?

Nach der Fortbildung

Du sollst eine Senkung nicht nur als Diagnose oder „schwachen Beckenboden“ betrachten.

Du sollst besser verstehen, welche Strukturen betroffen sein können, welche funktionellen Voraussetzungen vorliegen und welche Möglichkeiten der Begleitung daraus entstehen.

So kannst du Frauen differenzierter beraten und gezielter entscheiden, wann Training sinnvoll ist – und wann andere Maßnahmen zunächst wichtiger sein können.

Organisatorisches

Termin: 29. September 2026
Uhrzeit: 16:00–19:00 Uhr
Ort: Online
Dauer: 3 Stunden
Inklusive: begleitende Unterlagen und Checklisten

Du erhältst eine Teilnahmebescheinigung.

Senkung ist nicht gleich Senkung.

Die Fortbildung gibt dir das Wissen und die praktische Sicherheit, Frauen mit Pelvic Organ Prolapse differenziert und individuell zu begleiten.