Medikamenten-Sommer-Check — das Wichtigste in Kürze · Folien als PDF
Hitze und Psychopharmaka — worauf man im Sommer besonders achten muss, damit aus einer Hitzewelle keine Intoxikation oder Hyponatriämie wird.
Die Kernpunkte:
- Lithium ist das Hauptrisiko: Schwitzen, Dehydration und Salzverlust erhöhen den Lithiumspiegel — Intoxikationsgefahr; auf Trinkmenge, Salz und engmaschige Spiegelkontrollen achten.
- Vermindertes Schwitzen: Anticholinerge Substanzen (z.B. Trizyklika, niederpotente Antipsychotika) hemmen das Schwitzen — Gefahr der Überhitzung/Hitzschlag.
- Hyponatriämie: SSRI/SNRI können über SIADH den Natriumspiegel senken — bei Hitze und viel Wassertrinken verstärkt; auf Verwirrtheit und Kopfschmerz achten.
- Photosensibilität: Manche Substanzen (z.B. Johanniskraut, einige Antipsychotika) erhöhen die Lichtempfindlichkeit — an Sonnenschutz denken.
- Kreislauf: Orthostase und Hypotonie durch viele Psychopharmaka verstärken sich bei Hitze und Flüssigkeitsmangel.
Merke: Im Sommer gilt: Lithium-Patient:innen besonders im Blick behalten, auf Trinkmenge und Natrium achten und an Thermoregulation, Hyponatriämie und Sonnenschutz denken.