Herzlich willkommen zum siebzehnten Teil der sechsten Einsicht.
Gehe in die Perspektive des Beobachters während des Gehens. Du wirst feststellen, wie Du Dich nicht mehr bewegst, sondern die Erde sich unter Deinen Füßen und die Welt an dir vorbei bewegt, als würdest Du im Zug oder im Auto sitzen. Dieser Perspektivwechsel ist auch während des Rückwärtsgehens eine heilsame und tiefe Erfahrung.„Ich sehe die Welt durch meine Augen, nicht mit.“ Die Tarahumara, ein indigenes Volk aus den Kupferschluchten Mexikos sehen das Laufen eher als eine Form der Selbstbeobachtung und als Erlebnis des Sich-in-Beziehung-Setzens zur Erde bei dem sie sich im Einklang mit der Natur bewegen. Sie empfinden das Laufen weniger als Anstrengung oder Aktivität, sondern eher als eine Form des Flows, bei dem sie beobachten, wie sich die Erde unter ihren Füßen bewegt. Diese Einstellung hilft ihnen, das Laufen nicht als Belastung zu sehen, sondern als natürlichen Zustand. Indem sie sich als Teil der Landschaft sehen, verlieren sie die Anstrengung aus dem Fokus und erleben den Lauf als fließenden und anstrengungslosen Prozess. Diese Perspektive ermöglicht es ihnen, lange Distanzen zu bewältigen, ohne sich erschöpft zu fühlen. Es ist ein harmonisches Zusammenspiel von Körper und Geist, bei dem sie das Gefühl haben, die Bewegung passiert durch sie hindurch, statt dass sie aktiv etwas tun müssen.