Anti Opfer. Ein Abend mit Alice Hasters Sonntag, 13. September 2026, 18:00 Uhr, online auf der Tupokademie
"Opfer" ist zum Vorwurf geworden. In Talkshows, in Bundestagsdebatten, am Familientisch. Wer Verletzung benennt, gilt als zu sensibel, zu schwach, zu anstrengend. Wer sich wehrt, soll sich nicht so anstellen. Und während echte Betroffene weghören müssen, werden gleichzeitig andere "Opfer" erfunden, schützenswerte Figuren, in deren Namen Härte gerechtfertigt wird. Politik der Stärke. Politik gegen.
In ihrem neuen Buch Anti Opfer. Warum wir Verletzlichkeit verachten zeichnet Alice Hasters diesen kulturellen Wandel nach. Sie zeigt, wie die Verachtung von Sensibilität mit dem Erstarken autoritärer und faschistischer Bewegungen zusammenhängt. Und sie hält dagegen. Mit klarem Blick, mit Schärfe, mit der politischen Kraft der Verbundenheit.
Ich freue mich sehr, dass Alice an diesem Abend zu Gast auf der Tupokademie ist. Wir sprechen über das Opfer aber auch über das Anti-Opfer. Warum es das perfekte Opfer nicht gibt und warum wir Verletzlichkeit verachten. Wir sprechen auch darüber, was sie auf ihrer Buchreise bis dahin erlebt hat, welche Fragen sie sich wünscht und welche sie nicht mehr hören kann. was es bedeutet, in dieser Zeit verletzlich zu bleiben, ohne sich selbst zu verlieren. Im Anschluss ist Raum für eure Fragen und für Austausch.
Dieser Abend ist Teil der Tupokademie, meiner digitalen Community für rassismuskritisches Denken und Leben. Für alle, die noch nicht dabei sind, ist es gleichzeitig eine Einladung, uns kennenzulernen. Komm rein, hör zu, sei dabei.
Datum: Sonntag, 13. September 2026 Uhrzeit: 18:00 bis 19:30 Uhr Ort: Online, der Zugangslink kommt nach Anmeldung per Mail Preis: 8 Euro Für Tupokademie-Mitglieder ist der Abend inklusive.