Mein Weg zur Curandera. Manchmal verändert sich ein Leben nicht, weil wir nach etwas Neuem suchen, sondern weil wir den Mut haben, dem zu folgen, was längst in Bewegung geraten ist. Für mich begann dieser Weg mit einem tiefgreifenden Übergang – und führte mich in den vergangenen Jahren immer wieder zwischen Deutschland, meiner Heimat Chile und Brasilien hin und her, zu Ana María, in die Atacamawüste, zu den Pataxó, zu den Bienen und schließlich immer tiefer in die Welt des Curanderismo und der traditionellen Frauenpflege.
Dieses Buch erzählt diese Geschichte. Es erzählt davon, wie ich lernte, Berührung noch einmal vollkommen neu zu verstehen: nicht als Technik, sondern als Sprache. Von Sobadas und dem weiblichen Körper, von Neuen Wegen und Übergängen, von Händen, die nichts erzwingen müssen, und von Bienen, die mir zeigten, wie viel wir über Wärme, Beziehung und Gemeinschaft noch lernen können.
Vielleicht musst du dafür nicht nach Chile reisen. Vielleicht beginnt dein eigener Weg an einem ganz anderen Ort. Doch wenn du spürst, dass Veränderung manchmal weniger bedeutet, ein anderer Mensch zu werden, als wieder näher an den Menschen heranzurücken, der du längst bist, dann habe ich dieses Buch auch für dich geschrieben.
Komm mit auf meine Reise. Vielleicht führt ein Stück davon auch zurück zu dir.