Kontakt aufnehmen
loaded_image

Wie der Beckenboden trainiert wird


Im CANTIENICA®-Training gibt es viele verschiedene Bilder, um den Beckenboden zu aktivieren 
— aber sie alle lösen dieselbe Bewegung aus.

Was im Becken geschieht: Die beiden Sitzbeinhöckerspitzen nähern sich zart zueinander an. Gleichzeitig entspannt sich der Beckenoberrand in die Weite — die Beckenschaufeln dehnen sich auseinander.

Unten zusammen. Oben weit. Ein schönes fettes V der Beckenknochen.

Mit diesem radialen Öffnen der Beckenschaufeln spannt sich die Muskelschale auf — der Levator ani tonisiert sich. Das ist das haltgebende Training des Beckenbodens. Nicht Anspannen, nicht Zusammenkneifen — sondern Aufspannen. Eine lebendige, tragende Weite von innen heraus.
loaded_image

Probiere es aus!


Diese Audio ist eine Spürreise, um die beschriebene Mikrobewegung auszulösen und tragenden Schwung zu aktivieren. Dieser Schwung steigt aufrichtend an der Inneseite der Wirbelsäule hinauf.

Audio
Beckenboden als Schwungtuch.mp3
00:00
04:34
00:00
04:34

Im Training aktivieren wir diesen Puls über die Füße


Das Prinzip ist immer dasselbe: Sitzbeinhöcker annähern, Beckenoberrand weiten, Levator ani aktivieren. Aber der Weg dorthin führt — überraschenderweise — über die Füße.

Es gibt eine Verbindung zwischen den Füßen und dem Becken, sodass die Position der Füße die Position des Beckens beeinflusst.
So achte bitte darauf, dass deine Füße hüftschmal in einem leichten V stehen. Hüftschmal heißt in etwa eine kleine Faust zwischen den Fersen.

Der Fuß hat vier Kontaktpunkte zum Boden:

• die absolute Mitte der linken Ferse
• die absolute Mitte der rechten Ferse
• das linke Großzehengrundgelenk
• das rechte Großzehengrundgelenk

Der restliche Fuß darf sich in seine Länge entspannen. Die Zehenkuppen dehnen sich von der Ferse weg nach vorne — lang, ohne Druck.

Diese vier Punkte fühlen den Boden an. Sie halten den Kontakt — ruhig, geerdet, verlässlich.

Und über genau diese Verbindung zum Boden ist es möglich, den Beckenboden anzusteuern. Ich leite Dich in der Audio in einen Puls, der Kontakt zu deinem Beckenboden aufnimmt.

Von den Füßen bis ins Becken. Ein Weg, eine Bewegung.

Leider bin ich in diesem Fall nicht mit meinen Händen an deinem Kreuzbein da, um zu spüren, in welcher Schönheit der Puls ankommt.
Manchmal fühlt es sich an wie ein weiches Moosbett in einer Waldlichtung,
manchmal wie eine Blüte, die sich öffnet,
manchmal kraftvoll wie ein Vulkanausbruch,
manchmal leise wie die Ahnung vom Frühling.
Alles ist wunderschön und richtig.

Sei Dir gewiss, er kommt an. Spüre neugierig hinein, wie Du es im Körper wahrnehmen kannst. Auf deine ganz eigenen Art und Weise.
Und lasse mich gerne wissen, mit welchen Bildern, Worten, Empfindungen Du es beschreibst — wenn Du magst.
loaded_image
loaded_image