Im Training aktivieren wir diesen Puls über die Füße
Das Prinzip ist immer dasselbe: Sitzbeinhöcker annähern, Beckenoberrand weiten, Levator ani aktivieren. Aber der Weg dorthin führt — überraschenderweise — über die Füße.
Es gibt eine Verbindung zwischen den Füßen und dem Becken, sodass die Position der Füße die Position des Beckens beeinflusst.
So achte bitte darauf, dass deine Füße hüftschmal in einem leichten V stehen. Hüftschmal heißt in etwa eine kleine Faust zwischen den Fersen.
Der Fuß hat vier Kontaktpunkte zum Boden:
• die absolute Mitte der linken Ferse
• die absolute Mitte der rechten Ferse
• das linke Großzehengrundgelenk
• das rechte Großzehengrundgelenk
Der restliche Fuß darf sich in seine Länge entspannen. Die Zehenkuppen dehnen sich von der Ferse weg nach vorne — lang, ohne Druck.
Diese vier Punkte fühlen den Boden an. Sie halten den Kontakt — ruhig, geerdet, verlässlich.
Und über genau diese Verbindung zum Boden ist es möglich, den Beckenboden anzusteuern. Ich leite Dich in der Audio in einen Puls, der Kontakt zu deinem Beckenboden aufnimmt.
Von den Füßen bis ins Becken. Ein Weg, eine Bewegung.
Leider bin ich in diesem Fall nicht mit meinen Händen an deinem Kreuzbein da, um zu spüren, in welcher Schönheit der Puls ankommt.
Manchmal fühlt es sich an wie ein weiches Moosbett in einer Waldlichtung,
manchmal wie eine Blüte, die sich öffnet,
manchmal kraftvoll wie ein Vulkanausbruch,
manchmal leise wie die Ahnung vom Frühling.
Alles ist wunderschön und richtig.
Sei Dir gewiss, er kommt an. Spüre neugierig hinein, wie Du es im Körper wahrnehmen kannst. Auf deine ganz eigenen Art und Weise.
Und lasse mich gerne wissen, mit welchen Bildern, Worten, Empfindungen Du es beschreibst — wenn Du magst.